Lebensdaten
1884 - 1953
Geburtsort
Steinfort (Luxemburg)
Sterbeort
Luxemburg-Stadt
Beruf/Funktion
katholischer Geistlicher ; Altorientalist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 132637634 | OGND | VIAF: 118487950
Namensvarianten
  • Schneider, Nicolaus
  • Schneider, Nicolas
  • Schneider, Nikolaus
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Zitierweise

Schneider, Nikolaus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd132637634.html [11.05.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Johann-Peter, Deckengipser;
    M Elisabeth Bonifas.

  • Leben

    S. absolvierte als Alumne des bfl. Konvikts das „Athenäum“ in Luxemburg-Stadt und trat 1904 in das dortige Priesterseminar ein. Nach der Priesterweihe 1909 setzte er sein Theologiestudium am Päpstl. Bibelinstitut in Rom fort, wo er bei P. Anton Deimel SJ (1865–1954) studierte. Als Dr. theol. und Magister der Bibelexegese kehrte er 1912 nach Luxemburg zurück. 1912/13 war er Kaplan in Rippweiler (Pfarrei Useldingen), 1913-18 Vikar in Luxemburg-Limpertsberg, 1918-22 Pfarrer in Fingig, seit 1922 Professor für Bibelwissenschaften am Priesterseminar Luxemburg. 1922-45 leitete er die „Luxemburger Kath. Volkshochschule“, von 1923 bis zu seinem Tod war er Seelsorger am Mutterhaus der Franziskanerinnen in Luxemburg-Belair.

    Neben seinen kirchlichen Aufgaben widmete S. sich intensiv der Altorientalistik, die er auch in seine Lehrtätigkeit einbezog, und leistete Pionierarbeit bei der Erschließung der umfangreichen sumer. Keilschriftarchive der III. Dynastie von Ur (ca. 2112–2002 v. Chr.). Ihm sind einige bedeutende Texteditionen, vor allem aber analytische Untersuchungen und Hilfsmittel zu verdanken, darunter die bis heute nicht ersetzte paläographische Zeichenliste „Die Keilschriftzeichen der Wirtschaftsurkunden von Ur III nebst ihren charakteristischsten Schreibvarianten systematisch zusammengestellt“ (1935), ferner „Die Zeitbestimmungen der Wirtschaftsurkunden von Ur III“ (1936) und „Die Götternamen von Ur III“ (1939). Seine Bibliothek vermachte S. dem Luxemburger Priesterseminar.

  • Auszeichnungen

    Ehrendomherr an d. Kathedrale zu Luxemburg (1947);
    Offz. tl. Ordre Grand-Ducal de la Couronne de Chêne (1947);
    Mitgl. d. Koninklijke Vlaamse Academie voor Wetenschappen, Letteren en Schone Kunsten van België, Brüssel (1947).

  • Werke

    Weitere W Das Drehem- u. Djoha-Archiv, in: Orientalia 8, 1924, 18, 1925, 22-24, 1926, 45-46, 1930;
    Die Geschäftsurkk. aus Drehem- u. Djoha in d. Staatl. Museen (VAT) zu Berlin in Autogr. u. mit systemat. Wörterindices, ebd., 47-49 u. 55, 1930;
    Die Drehem- u. Djoha-Urkk. d. Strassburger Univ.- u. Landesbibl. in Autogr. u. mit systemat. Wörterverzeichnissen, Analecta Orientalia 1, 1931;
    Die Drehem- u. Djoha-Texte im Kloster Montserrat (Barcelona) in Autogr. u. mit systemat. Wörterverzeichnissen, ebd. 7, 1932;
    Götterschiffe in Ur III-Reich, Studia Orientalia 13/5 (Helsinki), 1946;
    Die Siegellegenden d. Geschäftsurkk. d. Stadt Ur in Chaldäa, Siegelrecht u. Siegelpraxis in Südmesopotamien im 20. Jh. v. Chr., in: Mededelingen van de Koninklijke Vlaamse Academie voor Wetenschappen, Letteren en Schone Kunsten van Balgië, Klasse der Letteren 12/VI, 1950;
    Die Rel. d. Sumerer u. Akkader, in: Kranz König (Hg.), Christus u. d. Religionen d. Erde, Hdb. d. Rel.gesch. II, 1952, S. 383-439.

  • Literatur

    N. Theis u. A. Zehren, Prof. Rer. Hibl. Dr. theol. N. S., Prof. d. Bibelwiss. im Priesterseminar zu Luxemburg zu seinem 25-j. Dozentenjub. (1922–1947), 1947 (W-Verz., P);
    N. Theis, in: Luxemburger Wort v. 7.3.1953 (wieder in: ders., Den Weg entlang, 1977, S. 117-21 [P]);
    A.Pohl, in: Orientalia N. S. 22, 1953, S. 288;
    A. Coppens, in: Koninklijke Academie voor Wetenschappen, Letteren en Schone Kunsten van België, Jaarboek 1953, 211-15;
    E. Weidner, in: Archiv f. Orientforsch. 16, 1953, S. 396 f.;
    BBKL.

  • Autor/in

    Manfred Krebernik
  • Empfohlene Zitierweise

    Krebernik, Manfred, "Schneider, Nikolaus" in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 303-304 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd132637634.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA