Lebensdaten
1765 bis 1830
Geburtsort
Frankfurt/Main
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
Kaufmann ; Politiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 139626573 | OGND | VIAF: 101346137
Namensvarianten
  • Schmidt, Johannes

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Schmidt, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139626573.html [07.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Christoph (1727–81), aus F., Kaufm., Mitgl. d. 51er Kollegs in F., S d. Heinrich Wilhelm (1697–1761), aus Dortmund, Kaufm., gründete um 1726 in F. e. Großhandlung f. Tee, Kaffee u. indische Seidenwaren, Mitgl. d. 51er Kollegs in F.;
    M Anna Christina Andreae (1737–1806), aus Mülheim b. Köln;
    Ov Johannes, Kaufm., Mitgl. d. 51er Kollegs in F.;
    4 Schw;
    Frankfurt/Main 1789 Anna Sibylla Hebestreit (1767–1845), aus F.;
    3 S u. a. Carl Gerhard, Gustav Remigius, beide übernahmen 1826 d. väterl. Teegroßhandlung in F., 4 T;
    Ur-E Wolfgang S.-Scharff (1869–1954), Dr. iur., RA in F., Konsulent d. Frauenver. in F., Mitgl. d. Vorstands d. Frankfurter Gesch.ver., Administrator d. Fleckschen Stiftung, Vors. d. Ver. f. d. Hist. Mus. in F. (s. L);
    Urur-E Hermann S.-Scharff (1904–84), Architekt, Genealoge, Verw. d. Schmidt-Scharffschen Fam.archivs (s. Qu).

  • Leben

    1789 trat S. in das von seinem Großvater Heinrich Wilhelm um 1726 in Frankfurt/M. gegründete Geschäft, eine Großhandlung für Tee, Kaffee und indische Seidenwaren, als Teilhaber seines gleichnamigen Onkels ein. Drei Jahre später wurde er, wie zuvor sein Großvater, Vater und Onkel, Mitglied des 51er Kollegs (Bürgerausschuß), dem es oblag, die Magistratspolitik zu kontrollieren. 1805 in das Gremium der acht Börsenvorsteher gewählt, zählte S. 1808 zu den Mitbegründern der Handelskammer Frankfurt/M. – mit Mainz, Köln und Aachen eine der ältesten in Deutschland –, der er bis 1816 angehörte. 1812 ernannte ihn Ghzg. Karl Theodor v. Dalberg zum Munizipalrat, 1816 wurde er Senator der Freien Stadt Frankfurt, der er in dieser Eigenschaft als Bevollmächtigter bei den Verhandlungen um die finanziellen Auseinandersetzungen der Nachfolgestaaten des Ghzgt. Frankfurt diente. Er unterzeichnete mit Senator Christoph Friedrich Ihm am 6.9.1827 den Separat vertrag zwischen Preußen, Bayern und Frankfurt und am 2.7.1828 den Hauptvertrag zwischen allen beteiligten Regierungen.

    Die Teegroßhandlung baute er zu einem weit über die Grenzen der Region hinaus bekannten Handelsunternehmen aus. 1826 schied er aus dem Geschäft aus und übertrug es seinen|Söhnen Carl Gerhard und Gustav Remigius; es bestand bis 1962 in Frankfurt im Besitz der Familie.

  • Literatur

    Die Fam. d. Heinrich Wilhelm S., Zur Feier seines zweihundertj. Geb.tages v. seinem Urururenkel RA Dr. Wolfgang S.-Scharff, 1897;
    Gesch. d. Handelskammer zu Frankfurt a. M. (1707–1908), 1908;
    F. Lerner, Das tätige Frankfurt im Wirtsch.leben dreier Jhh., 1955, S. 29 f.;
    Mitt.
    v. H. Nordmeyer, Inst. f. Stadtgesch., Frankfurt/M.; |

  • Quellen

    Qu Fam.archiv Schmidt-Scharff im Inst. f. Stadtgesch., Frankfurt/M.

  • Portraits

    Foto e. verschollenen Gem. (Darmstadt, Hess. Wirtsch.archiv).

  • Autor/in

    Ulrich Eisenbach
  • Empfohlene Zitierweise

    Eisenbach, Ulrich, "Schmidt, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 196-197 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139626573.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA