Lebensdaten
1705 bis 1765
Geburtsort
Volberg (Herzogtum Berg)
Sterbeort
Monschau
Beruf/Funktion
Tuchfabrikant
Konfession
-
Normdaten
GND: 139520511 | OGND | VIAF: 101251113
Namensvarianten
  • Scheibler, Johann Heinrich (I.)
  • Scheibler, Johann Heinrich
  • Scheibler, Johann Heinrich (I.)

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Zitierweise

Scheibler, Johann Heinrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139520511.html [08.03.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Bernhard Georg (1674–1743), nach e. Anstellung auf d. Insel Fehmarn 1701 zum Pfarrer in V. gewählt, seit 1730 Insp. d. luth. Kirchen im Oberbergischen;
    M Johanna Katharina (1675–1749), T d. Ernst Heinrich Wittenius ( 1701), Pfarrer in V.;
    Tante-m Anna Magdalena Wittenius (1695–1738, Christian Offermann, 1678–1747, Tuchfabr. in Imgenhroich);
    B Wilhelm Wimar Gerhard (1715–1803), Tuchmacher, seit 1757 Werkmeister d. kgl. Tuchmanufaktur in Berlin (s. Fam.art);
    1724 Maria Agnes (1698–1752, 1] Christoph Schlösser, Tuchfabr. in M), T d. Matthias Offermann (1672–1744) u. N d. Christian Offermann (s. o.) (s. W. Scheibler, Die Auswanderung aus Monschau nach Osten im 19. Jh., 1962);
    6 S u. a. Bernhard Georg v. S. (1724-86, Reichsadel 1781), Tuchfabr. in Hagen, Herdecke u. M., Paul Christoph (1726–97), Tuchfabr. in M., Teilh. d. Fa. „Paul Scheibler & Orth“, Johann Ernst (1731–73), Wilhelm (1737–97, ⚭ Theresia Elisabeth, 1744–1812, T d. Johann Adolph Böcking, 1695–1770, s. Gen. 2), beide Tuchfabr. in M., 5 T u. a. Maria Christina Katharina (1740–1807, Christoph Andreae, 1735–1804, Kaufm., Seidenfabr. in Mülheim/Rhein, s. NDB I).

  • Leben

    Nach dem Besuch der Lateinschule in Lennep absolvierte S. in Imgenbroich nahe Monschau seit 1720 eine Ausbildung als Handlungslehrling bei dem Tuchfabrikanten Matthias Offermann. Seit 1724 führte er die Tuchmanufaktur in Monschau, die seine Ehefrau von ihrem verstorbenen ersten Ehemann geerbt hatte, und die aufgrund der idealen Standortbedingungen florierte. 1730 begann S., feine Merinowolle aus Spanien zu importieren, die er von aus Flandern angeworbenen Spinnern und Webern zu qualitativ besseren Tuchen verarbeiten ließ. Für die Färberei wurden zahlreiche neue Rezepturen entwickelt. Gefertigt wurden feine einfarbige, aber auch mehrfarbig gemusterte Wollstoffe. Mit seinen neuen Produkten machte S. den flandr., franz. und engl. Tuchen auf den überregionalen Märkten erfolgreich Konkurrenz. In ganz Europa vertrieben Kommissionshäuser seine Erzeugnisse, die auch in die Türkei, nach Ägypten und Persien exportiert wurden. Nach Bauplänen, die schon vor 1752 angefertigt worden waren, ließ S. in Monschau das sog. Rote Haus erbauen, das als Wohnhaus und Produktionsstätte konzipiert war; nach der Fertigstellung zog dort sein zweiter Sohn Wilhelm (1737–97) ein. Dieser übernahm mit seinen Brüdern das väterliche Unternehmen, das zu diesem Zeitpunkt im Monschauer Land rund 6000 Menschen beschäftigte.

  • Literatur

    W. Scheibler. Zum 250. Geb.tag d. J. H. S., d. Begründers d. Monschauer Tuchind., in: Jb. d. Lkr. Monschau 1956, S. 19-31;
    P. Schoenen, Das Rote Haus in Monschau, 1966;
    ders., Das Rote Haus in Monschau, 1968;
    Stiftung Scheibler-Mus. Rotes Haus Monschau (Hg.), Das Rote Haus in Monschau, 1994;
    H. John (Hg.), Die Lust zu wohnen, Das Rote Haus in Monschau, 1998.

  • Portraits

    Ölgem. (Monschau, Stiftung Scheibler-Mus. Rotes Haus), Abb. in: Das Rote Haus in Monschau, hg. v. d. Stiftung Scheibler-Mus. Rotes Haus, 1994.

  • Autor/in

    Hans-Joachim Ramm
  • Empfohlene Zitierweise

    Ramm, Hans-Joachim, "Scheibler, Johann Heinrich" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 625-626 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139520511.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA