Lebensdaten
1905 bis 1965
Geburtsort
München
Sterbeort
Sarasota (Florida)
Beruf/Funktion
Neuroendokrinologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 140516220 | OGND | VIAF: 121854845
Namensvarianten
  • Scharrer, Ernst Albert
  • Scharrer, Ernst
  • Scharrer, Ernst Albert

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Zitierweise

Scharrer, Ernst, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd140516220.html [17.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Eugen, Postinsp. in M.;
    M Josefine Sporer;
    München 1934 Berta Vogel (s. 2).

  • Leben

    S. absolvierte das Wittelsbacher-Gymnasium in München und studierte nach dem Abitur 1924 Zoologie an der Univ. München. In seiner Dissertation konnte er 1928 erstmals sekretorische Neuronen im Zwischenhirn bei Fischen nachweisen. Bis 1929 arbeitete er als Assistent am Zoologischen Institut von Karl v. Frisch (1886–1982) und wurde im selben Jahr wurde zum Medizinstudium zugelassen. 1929/30 studierte er an der Yale Univ., arbeitete 1930/31 als Assistent am Zoologischen Institut in Wien und dann bis 1933 an der 1917 gegründeten „Dt. Forschungsanstalt für Psychiatrie“ in München, die 1924 in die KWG eingegliedert worden war (1954 MPI f. Psychiatrie). 1933 schloß er das Medizinstudium mit der Promotion zum Dr. med. (neuropatholog.-sekretor. Arbb.) ab. Seit 1934 leitete er das „Edinger-Institut für Hirnforschung“ in Frankfurt/M.

    1937 mit seiner Frau in die USA emigriert, war S. zunächst an der Univ. Chicago tätig, 1938-40 am Rockefeller Institut in New York, 1940-45 Ass. Professor für Anatomie an der Case Western Reserve University in Cleveland (Ohio), seit 1946 in gleicher Funktion an der University of Colorado Medical School in Denver. 1945 wurde das Ehepaar eingebürgert. 1955 übernahm er den Lehrstuhl für Anatomie am neu gegründeten „Albert Einstein College of Medicine“ in New York. S. legte 92 wiss. Arbeiten vor; das gemeinsam mit seiner Frau verfaßte Lehrbuch „Neuroendocrinology“ (1963) gilt als Meilenstein dieses neuen Fachgebietes.|

  • Auszeichnungen

    Dr. h. c. (1963 Marseille-Aix en Provence), Mitgl. d. Dt. Anatom. Ges. (1951).

  • Werke

    Weitere W Die Lichtempfindlichkeit blinder Elritzen, in: Zs. f. vgl. Physiol. 7, 1928, S. 1-38;
    Die Zwischenhirnsekretion b. Mensch u. Tier, in: Zs. Neurol. u. Psychiatrie 153, 1935, S. 327-55 (mit R. Gaupp);
    Hormones produced by neurosecretory cells, in: Recent Progress in Hormone Research 10, 1954 (mit Berta S.);
    Neurosekretion, in: Hdb. d. mikroskop. Anatomie d. Menschen, VI/5, 1954, S. 953-1066 (mit ders.).

  • Literatur

    H. Bern, in: Gen. Comparative Endocrinology 5, 1965, S. 584-86;
    E. Bajusz, in: Neuroendocrinology 1, 1965/66, S. 65-67;
    W. Bargmann, in: Anatom. Anz. 119, 1966, S. 119-27 (W, L, P);
    J. Peiffer, Die Vertreibung dt. Neuropathologen 1933-1939, in: Nervenarzt 69, 1998, S. 99-109;
    BHdE II.

  • Autor/in

    Eberhard J. Wormer
  • Empfohlene Zitierweise

    Wormer, Eberhard J., "Scharrer, Ernst" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 580 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd140516220.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA