Lebensdaten
1885 bis 1956
Geburtsort
Königsberg (Ostpreußen)
Sterbeort
Köln
Beruf/Funktion
Versicherungswissenschaftler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 139535993 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Rohrbeck, Walter Fritz Erich
  • Rohrbeck, Walter
  • Rohrbeck, Walter Fritz Erich
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Orte

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Zitierweise

Rohrbeck, Walter, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139535993.html [26.02.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich, Gen.dir. e. Hagelvers.-Ges. in Berlin;
    M N. N.;
    1) (⚮) Dorothea N. N., 2) 1948 Else Wagner;
    1 S, 1 T aus 1).

  • Leben

    Nach Schulbesuch sowie Studium der Rechts- und Staatswissenschaften 1904-08 in Berlin wurde R. 1908 in Heidelberg mit einer Arbeit über den Hagelversicherungsvertrag zum Dr. iur. und 1909 in Berlin mit einer Dissertation über die Organisation der Hagelversicherung zum Dr. phil. promoviert. 1911 Generalsekretär des Verbandes der dt. Hagelversicherungs-Aktiengesellschaften in Köln, befaßte er sich weiterhin wissenschaftlich mit den Problemen der Hagelversicherung. Nach dem 1. Weltkrieg beteiligte er sich am Aufbau des Reichsverbandes der Privatversicherung und war Geschäftsführer des neu gegründeten Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmungen; dabei hatte er sich mit sozialpolitischen und arbeitsrechtlichen Fragen auseinanderzusetzen. Seit 1920 in leitenden Positionen bei verschiedenen Versicherungsunternehmen, erhielt R. 1934 einen Lehrauftrag an der Wirtschaftshochschule Berlin und folgte 1939 einem Ruf auf den Lehrstuhl für Versicherungswissenschaft der Univ. Köln. Wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft 1947 zunächst in den Ruhestand versetzt, konnte er seine Lehrtätigkeit 1948 wieder aufnehmen.

    Mit Unterstützung der Versicherungswirtschaft hatte er 1940 das Institut für Versicherungswissenschaft an der Univ. Köln errichtet, das sich zu einer der bedeutendsten derartigen Einrichtungen im dt. Sprachgebiet entwickelte. Er gab die Schriftenreihe dieses Instituts sowie die Veröffentlichungen des Seminars für Versicherungslehre der Univ. Köln heraus. R. erwarb sich auch große Verdienste um die Organisation und den Wiederaufbau der Versicherungswissenschaft nach dem 2. Weltkrieg. 1950 rief er die Arbeitsgemeinschaft der Versicherungswissenschaftler an dt. Hochschulen ins Leben, die 1959 im wiederbegründeten Dt. Verein für Versicherungswissenschaft aufging. R. legte eine Vielzahl von Veröffentlichungen zu Grundsatzfragen des Versicherungswesens vor. Als Mitglied des wiss. Beirats beim Bundesarbeitsministerium war er führend mit den Vorarbeiten zur Sozialreform 1957 befaßt.

  • Werke

    Weitere W Kommentar z. Reichstarifvertrag f. d. Angest. d. privaten Vers.unternehmungen, 1920;
    Betriebsrätegesetz, 1920 (mit E. Schönfeld), 21922 (mit dems. u. R. Golm);
    Das Recht d. Vers.agenten, 1934 (mit A. Kersting u. E. Durst), 21939 (mit dens.), 31950 (mit E. Durst u. O. Bronisch);
    Die Vers.unternehmung, ihr wirtschaftl. Sinn u. ihr Organisator. Aufbau, 1936;
    Die Hagelvers. in d. Welt, 1937;
    Reichs-(Sozial-)Vers., 1941;
    Wesen, Gehalt u. Reform d. dt. Privatvers., 1950.

  • Literatur

    Btrr. z. Vers.wiss., Festgabe f. W. R. z. 70. Geb., 1955 (W, P, darin: H. G. Lobscheid, Lebenslauf v. W. R., S. XI-XIV);
    Vers.wirtsch. 10, 1955, S. 425 (P);
    K. Hax, in: Vers.wiss. Archiv 1956, S. 1-8 (P);
    U. Hübner, Die Gesch. d. Inst. f. Vers.wiss. an d. Univ. zu Köln, in: Fünfzig J. Inst. f. Vers.wiss. an d. Univ. zu Köln, 1991, S. 29-36;
    P. Koch, Gesch. d. Vers.wiss. in Dtld., 1998, S. 144-16 (P).

  • Autor/in

    Peter Koch
  • Empfohlene Zitierweise

    Koch, Peter, "Rohrbeck, Walter" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 7 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139535993.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA