Lebensdaten
1884 bis 1970
Geburtsort
Bremerhaven
Sterbeort
Klein-Machnow bei Berlin
Beruf/Funktion
Bibliothekar
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 137972288 | OGND | VIAF: 93337029
Namensvarianten
  • Rodenberg, Julius Friedrich Wilhelm Anton
  • Rodenberg, Julius
  • Rodenberg, Julius Friedrich Wilhelm Anton
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Rodenberg, Julius, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137972288.html [09.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich, Kpt. b. Norddt. Lloyd;
    M Mathilde Wellhausen, aus Hannover, Malerin u. Kunstgewerblerin;
    1911 Amalie Adelheid (* 1886), Dr. phil., T d. Conrad Zabel, Großkaufm. in Bremen;
    6 K.

  • Leben

    Nach dem Abitur am Alten Gymnasium in Bremen 1905 studierte R. Theologie, oriental. Sprachen, Geschichte und Kunstgeschichte in Straßburg, Marburg, Berlin und Göttingen, wo er 1908 die erste theol. Prüfung ablegte. Nach einer Studienreise durch Italien wurde er 1909 in Heidelberg bei Henry Thode aufgrund einer Dissertation über „Die hl. Katharina von Siena und ihre Darstellung in der Sieneser Kunst“ promoviert. 1911-13 volontierte er an der Universitätsbibliothek Göttingen und wurde von Richard Pietschmann zum Bibliothekar ausgebildet; anschließend trat R. in die Brockhaus-Lexikonredaktion in Leipzig ein. Nach Kriegsdienst und franz. Gefangenschaft bearbeitete er seit 1920 die Handschriften und Inkunabeln im Antiquariat K. W. Hiersemann in Leipzig. R. legte die bibliothekarische Fachprüfung ab und arbeitete seit 1921 in der Dt. Bücherei als Hilfsbibliothekar (1926 Bibl.rat). Unter dem Direktor Heinrich Uhlendahl begründete und leitete er die Abteilung für kostbare Drucke und schuf seit 1924 unter Einbeziehung der buchgestalterisch hervorragenden Verlagsproduktion die Sammlung künstlerischer Drucke, die 1954 in das Dt. Buch- und Schriftmuseum in Leipzig eingegliedert wurde. Zur Erschließung dieser Sammlung führte R. die Katalogisierung nach Gestaltungselementen in das Bibliothekswesen ein. Durch den 1929 von R. begründeten Wettbewerb „Die schönsten Bücher“, zahlreiche Ausstellungen, Aufsätze, Vorträge und Lehrveranstaltungen trug er wesentlich zur Förderung der künstlerischen Buchgestaltung bei. Die moderne Buchkunst war auch wissenschaftlich sein spezielles Arbeitsgebiet, auf dem R. internationales Ansehen erwarb.

    Seine Bibliographien „Dt. Pressen“ (1925, Nachdr. 1972) und „Dt. Bibliophilie“ (1931, Nachdr. 1974) sind weltweit verbreitet. 1952-54 leitete R. den Aufbau der Bibliothek der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. 1959 wurde er vom Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen zum Professor für Bibliothekswissenschaft ernannt.|

  • Auszeichnungen

    VVO in Bronze (1964);
    Mitgl. d. The First Edition Club, London u. d. Gutenberg-Ges.;
    Ehrenmitgl. d. Double Crown Club London u. d. Typograph. Ges., Leipzig.

  • Werke

    Weitere W Printing of to-day, 1928 (mit O. Simon);
    The works of Klingspor, 1928 (dt. u. d. T.: In der Schmiede der Schrift, Karl Klingspor u. sein Werk, 1940, Nachdr. 2000, mit e. Vorw. v. H. Süß), Die Druckkunst als Spiegel d. Kultur in fünf Jhh., 1942, Der Buchdruck v. 1600 bis z. Gegenwart u. Gesch. d. Ill. v. 1800 bis heute, in: Hdb. d. Bibl.wiss. I, 21952;
    Größe u. Grenzen d. Typogr., 1959;
    zahlr. Aufss.
    in engl. u. slaw. Zss., – Mitarb. an: St. Morison, German Incunabula in the British Mus., 1928, Nachdr. 1975;
    Hg.:
    Bibliogr. d. Kunstbll., 1944-52.

  • Literatur

    U. Jahn, in: Marginalien, 1961, H. 12, S. 48-72 (W-Verz.);
    C. Fleischhack, in: Zs. f. Bibl.wiss. 73, 1959, S. 188 f.;
    G. Klitzke, ebd. 84, 1970, S. 283-85;
    Rhdb. (P);
    Wi. 1935 u. 1955, Kürschner, Gel.-Kal. 1950-54;
    H. Lülfing, in: Lex. d. Bibl.wesens 11, 21975.

  • Autor/in

    Johannes Buder
  • Empfohlene Zitierweise

    Buder, Johannes, "Rodenberg, Julius" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 695 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137972288.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA