Lebensdaten
gestorben vor 977
Beruf/Funktion
Bischof von Säben-Brixen ; Bischof
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 139135480 | OGND | VIAF: 100439659
Namensvarianten
  • Richbert
  • Richpert
  • Richbert

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Zitierweise

Richpert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139135480.html [27.05.2022].

CC0

  • Biographische Darstellung

    R. war möglicherweise ein Parteigänger Kg. Ottos I. in dessen Konflikt mit der Opposition in Bayern in den Jahren 953/55. Über den genauen Zeitpunkt seiner Einsetzung ist nichts bekannt. Der zu den Gegenspielern Ottos zählende und deshalb geblendete Ebf. Herold v. Salzburg ( 967) erhielt vom König 960 Säben als Zwangsexil zugewiesen. Zu Weihnachten desselben Jahres weilte R. am Königshof in Regensburg. Wahrscheinlich erhielt er damals auf Lebenszeit die dortige, mit reichen Einkünften ausgestattete Alte (Marien-) Kapelle, den kirchlichen Mittelpunkt des Königsgutes in der bayer. Metropole, übertragen. In den entscheidenden Jahren der otton. Italienpolitik gewannen unter R. der Sprengel von Säben als Bereich der zentralen Verbindung zwischen der Mitte und dem Süden Europas und insbesondere der Ort Brixen, der spätere Bischofssitz, nachhaltig an Bedeutung. R. leitete offenbar selbst die Übersiedlung vom unzugänglichen Burgberg Säben bei Klausen in die Talweitung von Brixen ein, wo bereits 901 Bf. Zacharias eine „curtis“ vom Reichsoberhaupt geschenkt erhalten hatte. In Brixen traf R. im Okt. 967 mit dem jungen Otto II. bei dessen Zug zur Kaiserkrönung zusammen. Dabei bestätigte der König dem Bischof das Recht auf die Alte Kapelle, und R. wurde in dem darüber ausgestellten Diplom erstmals als „Prihsinensis sanctae ecclesiae episcopus“ bezeichnet. Trotzdem begegnet noch unter R.s Nachfolger Albuin (ca. 975–1006) auch die Bezeichnung „Sabi(an)ensis episcopus“. Der genaue Zeitpunkt der endgültigen Verlegung des Bischofssitzes ist daher nicht präzise zu ermitteln.|

  • Ehrungen, Auszeichnungen und Mitgliedschaften

    Bereits zu R.s Amtszeit existierte in Brixen ein Kloster, das den Hll. Stephan und Ingenuin geweiht war. Einige Rechtsakte R.s zur Verbesserung der ökonomischen Situation seiner Kirche sind im Traditionsbuch von Brixen überliefert.

  • Literatur

    A. Sparber, Die Brixner Fürstbischöfe im MA, 1968, S. 26 f.;
    J. Gelmi, Die Brixner Bischöfe in d. Gesch. Tirols, 1984, S. 39 f.;
    L. Tavernier, Der Dombezirk v. Brixen im MA, 1996, S. 39-43;
    G. Albertoni, Le terre del vescovo, Potere e società nel Tirolo medievale (secoli IX-XI), 1996, S. 154 f. |

  • Quellen

    Qu Die Traditionsbücher d. Hochstifts Brixen, hg. v. O. Redlich, 1886, S. 1-3.

  • Autor/in

    Josef Riedmann
  • Zitierweise

    Riedmann, Josef, "Richpert" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 517-518 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139135480.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA