Lebensdaten
1895 bis 1982
Geburtsort
Wetter/Ruhr
Sterbeort
Duisburg
Beruf/Funktion
Unternehmer
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 141463066 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Reuter, Hans
  • Reuther, Hans

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Zitierweise

Reuter, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd141463066.html [14.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Wolfgang (s. 1);
    M Martha Blank;
    1923 Helga Gran (1902–96);
    2 S Wolfgang (* 1924), Niels (1929–70), 1 T Karin (* 1926).

  • Leben

    Nach dem Maschinenbaustudium, das er an der TH Dresden als Diplom-Ingenieur abschloß, absolvierte R. auch eine kaufmännische Ausbildung. 1922 trat er als Konstrukteur bei der DEMAG ein, leitete dann die Abteilungen Übersee und Walzwerkbau und wurde 1934 zum Vorstand des Bereichs Hüttenbau berufen, der während der Weltwirtschaftskrise zur tragenden Säule des Unternehmens wurde. Große Aufträge aus der Sowjetunion und insbesondere das Projekt eines neuen Hüttenwerks für die Südafrikan. Union im Auftragswert von 850 000 £ Sterling (ca. 24 Mio. RM) brachten das Unternehmen aus der existenzbedrohenden Krise. Nach dem Wechsel von Wilhelm Zangen an die Spitze der „Mannesmannröhren-Werke AG“ 1934 übernahm R. das Finanzressort im Vorstand der DEMAG, 1940 wurde er als Nachfolger seines Vaters Vorstandsvorsitzender. Für ein 1943 von der NS-Regierung bei Berlin geplantes neues Werk zur Panzerfertigung, die „DEMAG-Fahrzeugwerke“, stellte R. Facharbeiter zur Verfügung, die übrige Belegschaft bestand aus Häftlingen des KZ Sachsenhausen. Da der erhoffte Erfolg ausblieb, wurden der DEMAG und R. die Verantwortung für die „DEMAG Fahrzeugwerke“ entzogen. Von den Alliierten 1945 entlassen und in Bad Nenndorf interniert, wurde R. auf Drängen der Belegschaft 1946 wieder an die Spitze des Unternehmens berufen.

    Unter R.s Leitung wuchs die DEMAG zu einem der größten Maschinenhersteller der Welt und war maßgeblich an Planung und Bau großer Hüttenwerkskomplexe in vielen Ländern beteiligt. Die Stranggußtechnik, die das Hüttenwesen revolutionierte, wurde in Zusammenarbeit mit Mannesmann entwickelt. 1957 besuchte unter R.s Leitung erstmals nach dem 2. Weltkrieg eine Delegation westdt. Unternehmer die Sowjetunion. 1962 gab R. den Vorstandsvorsitz ab und war anschließend bis 1977 Mitglied des Aufsichtsrates, danach stellvertretender Vorsitzender, schließlich Ehrenvorsitzender.|

  • Auszeichnungen

    Beiratsmitgl. d. Nordrhein-Westfäl. Landesamtes f. Forsch.; Mitgl. d. Wiss. Rates d. Fritz-Thyssen-Stiftung; Vorstandsmitgl. d. Ver. z. Förderung d. Forsch. auf d. Gebiet d. Internat. Techn. Zus.arb. Aachen; Mitgl. d. Kuratoriums d. MPI f. Chemie, Mainz; Mitgl. d. Dt. Atomkomm.; Mitgl. d. Techn.-Wiss. Ausschusses v. Euratom; Vors. d. Ostausschusses der dt. Wirtsch. (seit 1952); Gr. BVK (1954); Dr.-Ing. E. h. (TH Aachen 1955); Ehrenmitgl. d. Ver. Dt. Eisenhüttenleute (1961); Ehrenbürger Wetter/Ruhr (1969).

  • Literatur

    H. A. Wessel, Kontinuität im Wandel, 1990;
    ders., 175 J. Fortschritt in d. Fördertechnik, Demag 1819-1994, 1994;
    ders., 175 J. Mannesmann-Demag AG Duisburg, in: Duisburger Forsch. 43, 1995, S. 69-97. |

  • Quellen

    Qu u. P im Mannesmann-Archiv.

  • Autor/in

    Horst A. Wessel
  • Empfohlene Zitierweise

    Wessel, Horst A., "Reuter, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 465 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd141463066.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA