Lebensdaten
1811 – 1894
Geburtsort
Staffelstein (Oberfranken)
Sterbeort
Augsburg
Beruf/Funktion
Bischof von Augsburg
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119202751 | OGND | VIAF: 74657935
Namensvarianten
  • Dinkel, Pankratius von
  • Dinkel, Pancratius von
  • Dinkel, Pankraz
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Dinkel, Pankratius von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119202751.html [26.02.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Andreas (1771–1831), Gastwirt u. Bgm.;
    M Katharina Bacher aus Scheßlitz (Oberfranken).

  • Biographie

    D. wirkte als Kaplan in Forchheim, ab 1843 als Stadtpfarrer in Erlangen, wo er 1848 den Versuch Johann Ronges, eine deutsch-katholische Gemeinde zu bilden, vereitelte. 1858 wurde er auf Grund königlicher Ernennung Bischof von Augsburg. Als solcher entfaltete er eine ungemein rege und tiefgreifende Tätigkeit, gründete in Dillingen 1862 ein Knabenseminar, ließ ein neues Diözesangebet und -gesangbuch (Laudate) ausarbeiten (1859), führte die Pfarrvisitationen wieder ein|(1863), restaurierte den Dom und die Ulrichskirche in Augsburg, rief einen Cäcilienverein ins Leben (1871), förderte das neu erwachte katholische Vereinsleben. Als Mitglied des bayerischen Reichsrates (1861–82) setzte er sich mit Entschiedenheit für die Erhaltung der christlich-konfessionellen Schule ein. Auf dem Vatikanischen Konzil stimmte er mit der Minderheit gegen die Dogmatisierung der päpstlichen Unfehlbarkeit, unterwarf sich jedoch dem Mehrheitsbeschluß des Konzils. In der Kulturkampfzeit nahm er viele aus Preußen ausgewiesene Priester und Theologiestudenten in seiner Diözese auf. Er ist wohl der bekannteste und geschätzteste Augsburger Bischof des 19. Jahrhunderts.

  • Werke

    u. a. Predigten, 2 Bde., ²1850;
    Das Wesen d. ordentl. priesterl. Realbenediktionen in d. kath. Kirche, 1846;
    Zwei Predigten durch d. öffentl. Auftreten Ronges in Erlangen veranlaßt, 1848.

  • Literatur

    J. G. Fußenecker, P. v. D., Bischof v. Augsburg, 1883;
    J. Friedrich, Ignaz v. Döllinger III, 1901;
    Th. Granderath, Gesch. d. vatikan. Konzils II, 1903, S. 46, 194, 218;
    J. Funk, Das B. Knabenseminar St. Joseph in Dillingen, 1912, S. 23-33, 53-58;
    M. Steigenberger, Aus d. Bilderbuch m. Lebens, 1922, S. 184 f.;
    LThK (W);
    Kosch, Kath. Dtld. (W).

  • Porträts

    Ölbild v. A. Boch (Knabenseminar Dillingen).

  • Autor/in

    Friedrich Zoepfl
  • Zitierweise

    Zoepfl, Friedrich, "Dinkel, Pankratius von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 731-732 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119202751.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA