• Genealogie

    V Georg Franz Abert, Schneidermeister und Stadtkirchner;
    M Elisabeth Schmitt.

  • Leben

    A. studierte in Passau und Würzburg Philosophie und Theologie. In Würzburg wurde er von H. J. Denzinger und T. B. Renninger stark beeindruckt. Am 1.2. 1885 wurde er außerordentlicher Professor der Dogmatik in Regensburg, am 16.8.1890 ordentlicher Professor in Würzburg. Mit H. Schell, A. Ehrhard und später mit S. Merkle war er eng befreundet. Am 30.1.1905 wurde er Erzbischof von Bamberg. Mit großem Eifer ging A. an die Lösung der Probleme, die die Diaspora und die Industriestädte der Diözese aufwarfen. Durch die Größe der Aufgabe wurde seine ohnehin nicht feste Gesundheit frühzeitig aufgerieben, zumal noch eine Reihe von Konfliktstoffen - es sei nur an die Reichstagswahlen vom Januar 1907 erinnert, wo A. das Zusammengehen des Zentrums mit den Sozialdemokraten öffentlich mißbilligte - ihm, der von Natur aus mehr den Ausgleich suchte, seine Wirksamkeit sehr erschwerten.

  • Werke

    u. a. Papst Eugen IV., 1. Lieferung, 1884;
    Die Einheit d. Seins in Christus nach d. hl. Thomas v. Aquin, 1889;
    Von d. göttl. Eigenschaften u. v. d. Seligkeit, 1895;
    Compendium theologiae d. hl. Thomas v. Aquin, 1901.

  • Literatur

    Bayerland 16, 1905, S. 440 (P);
    A. Senger, Trauerrede, 1912;
    O. Braun, Fr. Ph. v A., in: Fränkische Lebensbilder II, 1922, S. 1-11;
    Kosch, Kath. Dtld. I, 1933;
    BJ XVIII (Totenliste 1912);
    LThK.

  • Portraits

    Ölgem. v. L. Samberger (Ordinariat Bamberg);
    Grabdenkmal v. Gg. Busch (Dom Bamberg).

  • Autor/in

    Johannes Kist
  • Empfohlene Zitierweise

    Kist, Johannes, "Abert, Friedrich von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 18-19 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118849719.html#ndbcontent

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