Lebensdaten
erwähnt 1502, gestorben 1524
Sterbeort
Lübeck
Beruf/Funktion
Glockengießer
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137712111 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kampen, Henrik van
  • Kampe, Henrik
  • Campen, Henrik van
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Orte

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Zitierweise

Kampen, Heinrich von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137712111.html [18.02.2018].

CC0

  • Genealogie

    Die Auffassung, daß K. z. Fam. d. Gerhart Wou van Kampen gehörte, läßt sich letztlich ebenso wenig beweisen wie Th. Hachs These v. d. familiären Unabhängigkeit d. beiden Glockengießer, - Dorothea N. N. ( 1564);
    S.

  • Leben

    Gerhart Wou ist wohl K.s Lehrmeister gewesen, da K. 1502 beim Guß der großen Glocke für den Dom von Braunschweig unter der Zahl seiner Gehilfen genannt wird. Neben seiner ersten eigenständigen Tätigkeit als Glockengießer in Braunschweig 1506 (6 Glocken für den Dom) ist K. als Geschützgießer für die Herzöge von Mecklenburg in Gadebusch zwischen 1507 und 1517 nachweisbar. Seit 1512 belegt ein Hauskauf in der Lübecker Burgstraße, daß er sich dort niedergelassen hat. Aufgrund einer Erbschaft, die K.s Frau Dorothea in diesem Haus angetreten hat, nimmt man für dieses Jahr seinen Tod an. – K. war vor allem in Lübeck und im westlichen Mecklenburg, daneben auch in einzelnen Orten im Lüneburgischen und in der Mark als Gießer zahlreicher Glocken tätig. Seine scharf und gut gegossenen Glocken sind mit reichem Schmuck versehen. Zu den am reichsten verzierten gehört die Sonntagsglocke der Marienkirche zu Lübeck. Der Stil der Maria mit Kind auf dieser Glocke schließt sich an die lübeck. Holzschnitzkunst aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhundert an.

  • Werke

    Weitere W Glocke im Schloßturm v. Schwerin, 1508;
    f. d. Marienkirche zu Lübeck: f-Glocke d. Glockenspiels im Dachreiter, 1508, Viertelschlagsglocke im Dachreiter, 1509, große Stundenglocke, c-, d-, es-, g-Glocken d. Glockenspiels, zw. 1508 u. 1510;
    - Johannisglocke d. Marienkirche, Uelzen, 1511;
    2 Glocken f. d. St. Martinikirche, Halberstadt, 1511;
    Stundenglocke f. d. St. Johanniskirche, Lüneburg, 1513;
    1 Glocke f. Schwerin, 1513;
    2 Glokken f. d. Dom in Halberstadt, 1514;
    Moritzglokke f. St. Nikolai, Lüneburg, 1518 (1832 verkauft).

  • Literatur

    ADB 15;
    H. Wilhelm u. H. Mithoff, Ma. Künstler u. Werkmst. Niedersachsens, 1866;
    Th. Hach, Rep. f. Kunstwiss. IV, 1881, S. 405 ff.;
    ders., Lübecker Glockenkde., 1913;
    H. Otte, Glokkenkde., 21884;
    K. Walter, Die Glockenkde., 1913;
    F. Wolf, Die Glocken d. Prov. Brandenburg u.|ihre Gießer, 1920 (Abb. v. Siegel u. Meisterzeichen);
    G. Dehio, Hdb. d. dt. Kunstdenkmäler II, 31926, V, 21928;
    ThB.

  • Autor

    Brigitte Lohkamp
  • Empfohlene Zitierweise

    Lohkamp, Brigitte, "Kampen, Heinrich von" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 89 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137712111.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Kampen: Henrik van K., Campen oder seltener Kampe, kommt 1506—1517 als Gießer einer großen Anzahl von Glocken und Geschützen nachweisbar in Norddeutschland vor, vermuthlich hat er vielmehr Arbeiten geliefert als bekannt ist. Sechs Glocken lieferte er dem Braunschweiger Dom, drei nach Mecklenburg, darunter eine für den Schloßthurm in Schwerin, drei für die Nicolaikirche in Lüneburg, Geschütze für die Herzoge von Mecklenburg. Vermuthlich nannte er sich nach seiner Geburtsstadt, wol Kampen in den Niederlanden, und wird vielleicht zur Gießerfamilie Wou gehören, da auch Gerdt van oder de Wou sich gelegentlich Gerdt van Kampen nannte.

    • Literatur

      Mithoff, Mittelalterl. Künstler und Werkmeister Niedersachsens und Westfalens, Hannover 1866, wo die Nachweise. Mittheil. des Ver. für Hamburgische Geschichte, II. 1879.

  • Autor

    Krause.
  • Empfohlene Zitierweise

    Krause, "Kampen, Heinrich von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 15 (1882), S. 59 unter Kampen, Henrik van [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137712111.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA