Lebensdaten
1844 bis 1885
Geburtsort
Münsterberg
Sterbeort
Salzbrunn
Beruf/Funktion
Arzt
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 135943736 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Berger, Oskar
  • Berger, Oscar

Orte

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Zitierweise

Berger, Oskar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135943736.html [19.10.2019].

CC0

  • Leben

    Berger: Oskar B., Nervenarzt in Breslau, am 20. November 1844 zu Münsterberg in Schlesien geboren, machte seine Studien in Breslau, Berlin und Wien. Nachdem er am 10. August 1867 in Berlin die Doctorwürde erlangt hatte, ließ er sich als Arzt in Breslau nieder, wo er sich seit 1869 speciell der Nervenheilkunde widmete, als erster Docent für diesen Sonderzweig sich 1873 habilitirte, 1877 leitender Arzt des Breslauer städtischen Armenhauses und 1878 zum außerordentlichen Professor ernannt wurde. B., der infolge eines Nierenleidens am 19. Juli 1885 an Apoplexie zu Ober-Salzbrunn starb, wohin er sich zur Cur begeben hatte, hat in seinem Fach recht bedeutende Leistungen aufzuweisen. Ihm sind verschiedene Bereicherungen unserer Kenntnisse in der Nervenheilkunde zu verdanken, und dieser erheblichen Anzahl von Neuerungen entspricht auch die beträchtliche Zahl von Berger's litterarischen Leistungen, unter denen die Monographie „Die Lähmung des N. thoracicus longus“ (Breslau 1873) besonders bekannt und verdienstlich ist. Daneben förderte B. die Lehre von den Gelenkneuralgieen, von den Neuralgieen des Genitalapparats, von den Beschäftigungsneurosen, die Kenntnisse über die Beziehungen der Neuralgieen zur Zuckerharnruhr und Nierenleiden, die Behandlung des Gesichtskrampfes u. v. a. Längere Zeit war B. Mitherausgeber des Erlenmeyer'schen Centralblattes für Nervenheilkunde und Mitarbeiter an dem von Mendel (Berlin) herausgegebenen „Neurologischen Centralblatt“.

    • Literatur

      Biogr. Lex., hrsg. v. A. Hirsch u. E. Gurlt. I, 406; VI, 479.

  • Autor/in

    Pagel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pagel, Julius Leopold, "Berger, Oskar" in: Allgemeine Deutsche Biographie 46 (1902), S. 372 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135943736.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA