Aperbacchus, Petreius
- Lebensdaten
- um 1480 – 1531
- Geburtsort
- Rothenburg ob der Tauber
- Sterbeort
- Heidelberg
- Beruf/Funktion
- Humanist ; Jurist ; Humanistischer Jurist
- Konfession
- keine Angabe
- Normdaten
- GND: 131533215 | OGND | VIAF: 33133959
- Namensvarianten
-
- Eberbach, Peter
- Aperbach, Peter
- Aperbach, Petrejus
- Aperbacchus, Petreius
- Eberbach, Peter
- Aperbach, Peter
- Aperbach, Petrejus
- Petrejus
- Aperbacchus, Petrus
- Aperbachius, Petreius
- Aperbacchius, Petreius
- Aperbachus, Peter
- Apberbach, Peter
- Eberbach, Pether
- Aperbach, Pether
- Aperbachus, Pether
- Apberbach, Pether
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Aperbacchus, Petreius (Peter Eberbach)
humanistischer Jurist, * um 1480 Rothenburg ob der Tauber, † 1531 Heidelberg.
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Genealogie
V →Georg Eberbach, Professor der Medizin zu Erfurt, 1497 Rektor der Universität;
B Heinrich Eberbach, Mediziner; unverheiratet. -
Biographie
1497 in Erfurt immatrikuliert, floh A. im Juli 1505 vor der Pest von dort bis Straßburg, wo er als Glied des Erfurt-Gothaer Mutiankreises Verbindung zu dem oberrheinischen Humanistenzirkel aufnahm. 1510 traf er sich mit Hütten in Wien wieder und hielt mit ihm, Marius und Joachim von Watt Hausgemeinschaft; unter seiner Einwirkung schrieb Hütten seine nationaldeutsche Exhortatio an Kaiser Maximilian (Wien 1511). Ein Aufenthalt A.' in Rom (1514), wo er zu den „Coryciana“ beitrug, machte ihn zum Gegner des römischen Wesens. Als kampfesfreudiger Reuchlinist erscheint A. ebenso in den „Illustrium virorum epistolae ad Reuchlinum“ wie in den „Epistolae obscurorum virorum“. Seine enge Verbindung mit Hütten, wie sie Epigrammenaustausch und Briefwechsel belegt, währte bis zu dessen Tode. A., von dem eine Reihe recht flüssiger, rein humanistisch gehaltener Lyriken überliefert ist, galt als „Säule und Herzog von Eoban Hesses Dichterkönigreich“. Als gewandter Jurist geschätzt, erlangte er für sich und seine Familie in Erfurt das Patriziat. A. war auch, ohne sich als solcher zu nennen, Verfasser zahlreicher humanistischer „Flugschriften“; sicher ist ihm die 1516 zu Nürnberg erschienene satirisdie Schrift „De generibus Ebriosorum“, eine studentische Scherzrede, der ein patriotisch erzieherischer Gedanke zugrundeliegt, zuzuschreiben. Doch war er mehr ein aktiver Verfechter humanistischer Ideale im Alltag des Lebens und Bindeglied zwischen den Humanistenzirkeln der einzelnen deutschen Landschaften, ein Mann ausgesprochener nationaldeutscher Haltung, dem vor allem Deutschlands Freiheit am Herzen lag.
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Literatur
ADB I (unter Aperbach); Blossius Palladius. Coryciana, Rom 1524;
Ersch-Gruber 29, 1837 (unter Eberbach); E. Böcking, Hutteni operum Suppl. II, 1, 1869/70, S. 301, u. ö.; H. Grimm, Ulrichs v. Hütten Univ.-jahre u. Jugenddichtungen, 1938 (s. Register). -
Autor/in
Heinrich Grimm -
Zitierweise
Grimm, Heinrich, "Aperbacchus, Petreius (Peter Eberbach)" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 324 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd131533215.html#ndbcontent