Lebensdaten
1756 bis 1839 oder 1833
Geburtsort
Gladenbach bei Biedenkopf
Sterbeort
Bad Ems
Beruf/Funktion
Arzt ; Pomologe ; Badearzt ; Chemiker
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 129731501 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Diel, Adrian
  • Diel, August Friedrich Adrian
  • Diel, Hadrian
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Zitierweise

Diel, Hadrian, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129731501.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Kaspar Ludw., hessischer Amtschirurg u. Apotheker in Gladenbach, S des Zollbeamten Joh. Dan. Ludw. in Gladenbach (S des Chirurgen Joh.);
    M Marianne Christine, T des Präzeptors Joh. Phil. Zimmermann (1689–1741) in Radheim/Bieber u. Leihgestern;
    Königsberg b. Wetzlar 1787 Dorothea, T des Joh. Gottfr. Scriba (1744–1825), hessischer Amtsschultheiß in Königsberg, u. der Henriette Cellarius;
    7 K.

  • Leben

    D. gehört zu den bedeutendsten Ärzten des ehemaligen Herzogtums Nassau. Besonders in Bad Ems, wo er zunehmend als Balneologe in sommerlicher Praxis tätig war, erzielte er Heilerfolge an den Quellen. Seine „Wasserkuren“ machten aus dem älteren Fürstenbad ein allgemeines Volksbad, dessen bester Kenner und guter Diagnostiker der „alte Geheimbde Rat“ 43 Jahre hindurch nach dem Urteil seiner Berufsgenossen war. Im Winter praktizierte er als nassau-oranischer Amtsphysikus in Diez/Lahn. D. untersuchte und wählte, wissenschaftlich gebildet und geehrt, erstmalig nach modernen Methoden die „Anzeigen und Gegenanzeigen über die Zulässigkeit des Gebrauches einer Heilquelle“. Seine Bücher „über den Gebrauch der Thermalbäder in Ems“ (1825) und „Über den innerlichen Gebrauch der Thermalbäder in Ems“ (1832) genossen europäischen Ruf. - Als Pomologe hatte D., der vorzügliche Kenner der Obstsorten, für Nassau und das untere Lahntal große Bedeutung. Er war Züchter von „Diels Butterbirne“. - Ehrenmitglied des Vereins zur Beförderung des Gartenbaus in Preußen, der Horticultural Society London.

  • Werke

    u. a. System d. in Dtld. vorkommenden Kernobstarten, 9 Bde., 1799-1819.

  • Literatur

    ADB V;
    F. Stemmler, Bad Ems u. s. Quellen, 1937, S. 195-201;
    A. Henche, in: Nassau. Lb. II, 1943, S. 195-201 (L, P).

  • Autor/in

    Albert Henche
  • Empfohlene Zitierweise

    Henche, Albert, "Diel, Hadrian" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 645 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129731501.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Diel: August Friedrich Adrian D., geb. 3. Februar 1756 in Gladenbach, 1833. Er war erst Physikus in Gladenbach, dann zu Dietz und gleichzeitig Brunnenarzt in Ems, ward 1790 nassauischer Hof-, später geheimer Rath; ein sehr verdienstvoller Pomolog. Er schrieb „Ueber Anlage der Obstorangerie in Scherben“, 1796, 3. Aufl. 1840; „Versuch einer systematischen Beschreibung der in Deutschland gewöhnlichen Kernobstsorten“, 21 Hefte, 1799—1819, Auszug daraus in 5 Bänden, 1829—33; „Systematisches Verzeichniß der vorzüglichsten in Deutschland vorhandenen Obstsorten“, 1818, mit zwei Fortsetzungen 1829—33; „Ueber den Gebrauch der Thermalbäder in Ems“, 1825; „Ueber den innerlichen Gebrauch der Thermalbäder in Ems“, 1832; außerdem übersetzte er mehrere medicinische Werke, namentlich die „Medicinischen Commentarien einer Gesellschaft der Aerzte in Edinburg“, 8 Bde.

  • Autor/in

    Löbe.
  • Empfohlene Zitierweise

    Löbe, William, "Diel, Hadrian" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 127 unter Diel, August Friedrich Adrian [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129731501.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA