Lebensdaten
1786 bis 1860
Geburtsort
Dietzenbach
Sterbeort
Friedberg (Hessen)
Beruf/Funktion
hessischer Landeshistoriker ; Schulrektor
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11610032X | OGND | VIAF: 67208386
Namensvarianten
  • Diefenbach, Johann Philipp
  • Dieffenbach, Johann Philipp
  • Diefenbach, Johann Philipp
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - Bekannte und Freunde

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Dieffenbach, Johann Philipp, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11610032X.html [18.09.2020].

CC0

  • Leben

    Dieffenbach: Johann Philipp D., geb. am 2. Juni 1786 zu Dietzenbach bei Langen im Großherzogthum Hessen, woselbst sein Vater Pfarrer und sein erster Lehrer war. Seine Gymnasialbildung erhielt er in Darmstadt unter der Leitung Wenck's und Zimmermann's. Nach vollendeten Universitätsstudien gründete er auf Veranlassung eines in Köln wohnenden Bruders eine Privatschule in Crefeld, wo er zugleich erster Lehrer der Armenschule war. Nach fünfjähriger Thätigkeit daselbst kehrte er nach Gießen zurück, errichtete hier eine Mädchenschule, während er sich zu seiner Staatsprüfung und Promotion vorbereitete. Ehe er aber seine Absicht erreichte, wurde er auf Empfehlung mehrerer hochstehender Männer zum Erzieher des Prinzen Ludwig von Hessen, des jetzt regierenden Großherzogs Ludwig III. von Hessen, berufen, welche Stelle er jedoch nur vom J. 1812 bis zum J. 1815 bekleidete. Seine Natur paßte nicht in das Hofleben und zur Erziehung eines Prinzen, so sehr er auch die Bedeutung seiner Aufgabe und die Gelegenheit, mit hervorragenden Personen in Verbindung|zu stehen, zu schätzen wußte. Er begab sich darum im Sommer 1815 als außerordentlicher Professor der Philosophie nach Gießen, erwarb sich den Doctorgrad und hielt mehrere historische Vorlesungen. Da er aber in Gießen in ökonomischer Hinsicht keine großen Aussichten hatte, so bewarb er sich um das Rectorat der Augustinerschule zu Friedberg in der Wetterau, welches Amt er bis zur Auflösung dieser Schule im J. 1836 versah. Er übernahm dann die Leitung der sogenannten Musterschule in Friedberg und im J. 1849 die Direction der neugegründeten Realschule, die er bis zu seinem am 25. Oct. 1860 erfolgten Tode weiter führte. — D. hat sich durch seine Forschungen und Arbeiten in localer Archäologie und Geschichte sowie durch die Anregung, die er für diesen Zweig des Wissens in den verschiedensten Kreisen zu geben verstand, namhafte Verdienste erworben. Er war ein bahnbrechender Forscher für die Kennntniß des Römerthums in der Wetterau und entfaltete seine Thätigkeit dafür in der Sammlung von Alterthümern, die in der Wetterau gefunden wurden, wie in der Bearbeitung des daraus sich ergebenden Stoffes. Seine hervorragendsten litterarischen Arbeiten sind seine „Geschichte von Hessen“, seine „Urgeschichte der Wetterau“ und seine „Geschichte von Friedberg“.

    • Literatur

      Vgl. Scriba, Lexikon der Schriftsteller Hessens und Justi's Hess. Gelehrten-Lexikon, welches letztere eine Selbstbiographie Dieffenbach's enthält.

  • Autor/in

    Walther.
  • Empfohlene Zitierweise

    Walther, "Dieffenbach, Johann Philipp" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 126-127 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11610032X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA