Lebensdaten
1617 bis 1692
Geburtsort
Metz
Beruf/Funktion
reformierter Theologe ; Prediger der französischen Gemeinde ; Hofprediger
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 129029181 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Ancillon, David der Ältere
  • Ancillon, David
  • Ancillon, David der Ältere
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Ancillon, David, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129029181.html [22.08.2019].

CC0

  • Leben

    Ancillon: David A. (der ältere), reformirter Prediger, geb. 17. oder 18. März 1617 zu Metz, wo sein Vater, Abraham Ancillon, Mitglied des Parlaments war, zu Berlin 3. Sept. 1692. Vorgebildet auf dem Jesuitencollegium seiner|Vaterstadt, studirte er 1633 Theologie in Genf, wo er bis 1641 blieb. In diesem Jahre übernahm er das Predigtamt in Meaux, verwaltete es mit großem Segen bis 1653, ward dann als Prediger nach Metz berufen, disputirte 1657 mit Dr. Bédacier, Bisch. v. Aosta über die Tradition der Kirche und erwarb sich sowol durch seine Beredsamkeit und Gelehrsamkeit, als auch durch seine Amtstreue hohe Achtung nicht allein bei seinen Glaubensgenossen, sondern auch bei den Katholiken. Die Aufhebung des Edicts von Nantes 1685 zwang ihn, mit einem großen Theil seiner Gemeinde Frankreich zu verlassen. Nach kurzem Aufenthalt zu Frankfurt a. M. und Hanau wandte er sich wegen seiner zahlreichen Familie nach Berlin, ward dort vom großen Kurfürsten sehr wohlwollend aufgenommen und zum Prediger an der französischen Gemeinde und kurfürstlichen Hofprediger bestellt. Er behielt dies Amt bis zu seinem Tode und erlebte noch die vielfachen Auszeichnungen, welche den Seinigen in der neuen Heimath zu Theil wurden.

    • Literatur

      Ueber sein Leben und seine Werke berichtet die Schrift seines Sohnes: Charles A.: Mélange critique et littéraire recueilli des conversations de feu Msr. Ancillon. Dazu: Un discours sur sa vie; und: Ses dernières heures. Basel 1698. — Vgl. auch Erman et Reclam, Mémoires pour servir à l'histoire des réfugiés français dans les états du roi, bes. Bd. II.

  • Autor/in

    Brecher.
  • Empfohlene Zitierweise

    Brecher, Adolf, "Ancillon, David" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 419-420 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129029181.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA