• Leben

    Über B.s Herkunft, Ausbildung und Lebensumstände ist uns fast nichts bekannt. Wir wissen, daß er aus Westfriesland gebürtig war und daß er von 1544 bis etwa 1575 Pastor in dem oftfriesischen Dorfe Eilsum gewesen ist. Er gehört zu den frühen literarischen Bekämpfern des Täufertums. Etwas Doppeltes ist für ihn äußerst bezeichnend: er verwirft grundsätzlich jeden Kampf gegen das Täufertum mit Feuer und Schwert, allein mit der Waffe des Geistes ist er durchzuführen. Im Anschluß an Äußerungen Zwinglis, Calvins und vor allem Bullingers suchte B. vom biblischen Bundesgedanken aus den Kampf gegen die Täufer zu führen: Gott hat mit der sündigen Menschheit zu ihrem Heil einen Bund gemacht, den er durch sichtbare Zeichen bestätigt und versiegelt. Wie in den Zeiten des Alten Bundes auch die Kinder der Israeliten in diesen Bund gehörten und darum das Bundeszeichen, die Beschneidung empfingen, so gehören auch in der Zeit des Neuen Bundes die Kinder zu Gottes Volk und sollen deshalb auch das Zeichen dieses Gnadenstandes, die Taufe, empfangen. B. gehört damit zu den frühesten Vertretern der sogenannten Föderaltheologie, die in der Folgezeit auf den reformierten Hochschulen, sonderlich in Deutschland und den Niederlanden, zur Entfaltung kommen sollte.

  • Werke

    W Eeen frundtlyke thosamensprekinge van twe personen, van de Döpe der yungen vnmundigen Kynderen, niederdt. Emden 1556, niederländ. ebenda 1557, hochdt. Heidelberg 1563; spätere ausländ. Ausg.: o.O. 1564, Gent 1580.

  • Literatur

    W. Hollweg, B. B., ein ostfries. Theologe aus d. Ref.jh., in: Jb. d. Ges. f. bildende Kunst u. vaterländ. Altertümer zu Emden 30, 1953, S. 71-90.

  • Autor

    Walter Hollweg
  • Empfohlene Zitierweise

    Hollweg, Walter, "Buwo, Bernhard" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 82 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd119634163.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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