Lebensdaten
1789 bis 1872
Geburtsort
Frankfurt am Main
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Maler ; Landschaftsmaler ; Vedutenmaler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119012758 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Alt, Jacob
  • Alt, Jakob von
  • Alt, Jakob
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Alt, Jacob, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119012758.html [19.07.2019].

CC0

  • Genealogie

    12.11.1811 Anna Schaller ( 1872), Wien; 7 K, u. a. Rudolf Alt (s. 3), Franz Alt (s. 1).

  • Leben

    A. lernte in Frankfurt/Main und trat von dort 1811 seine erste große Reise an, die ihn über Wien nach Italien bringen sollte. Er blieb jedoch in Wien hängen, besuchte dort die Akademie und wandte sich der Landschafts- und Vedutenmalerei zu. 1818/19 veröffentlichte er seine erste größere Serie von Lithographien, die sich wie ein Reisebericht über eine „Malerische Donaureise vom Ursprung bis Belgrad“ ablesen läßt. Seine Vorliebe für die österreichische Alpenlandschaft führte ihn 1823/24 ins Salzkammergut. Auf größeren Reisen nach Italien (1828, 1834 und 1835), nach Deutschland (1842) und auf die Krim (1863) begleitete ihn meist sein ältester Sohn Rudolf. Zwischen 1830 und 1848 war er u. a. zusammen mit C. Rahl an topographischen Schilderungen malerischer Gegenden für Kaiser Ferdinand beschäftigt. Auch die Wiener Flora gehört seit 1848 neben der Landschaft zu seinen Darstellungsthemen. - Mit der Familie A. beginnt die Vedutenmalerei über das rein topographische Interesse hinauszuwachsen, wenn auch das Werk Jacobs in seiner sehr feinteiligen Darstellungsweise über die reine Schilderung der Prospektdarstellung noch wenig hinauskommt.

  • Werke

    u. a. Aus Venedig, Gem., 1834; Blick aus d. Atelier d. Künstlers, Aquarell, 1836;
    Blick auf Frankfurt a. M., Aquarell, 1838; Der Stefansdom in Wien, Gem., 1850 (alle in: Gal. d. 19. Jh.s, Wien).

  • Literatur

    ADB I.

  • Portraits

    Ölgem. mit T v. F. A. (Wien, Stadt. Slgg.).

  • Autor/in

    Margarete Braun-Ronsdorf
  • Empfohlene Zitierweise

    Braun-Ronsdorf, Margarete, "Alt, Jacob" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 206 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119012758.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Alt: Jacob A., Maler, geb. 27. Sept. 1789 in Frankfurt a. M., 1. Oct. 1872 in Wien. Früh schon entwickelte sich sein künstlerisches Talent. Das Porträt seiner Mutter, das er als 14jähriger Knabe malte, erregte allgemeines Interesse. Auf einer Kunstreise nach Rom kam er 1810 nach Wien und besuchte seit 1811 die dortige Akademie. Er ward bald ein vielgesuchter Porträtmaler und wandte, selbst auf Stein zeichnend, zuerst die neu erfundene Lithographie hierbei an. Später widmete er sich in selbständigem Studium der Landschafts und Blumenmalerei. So erschienen 1818—19 „Die Donau von ihrem Ursprung bis Belgrad“, erweitert 1820—26: „Donau-Ansichten ... bis ... ins Schwarze Meer“, 1823—4: „Das Salzkammergut in Oberösterreich", damals fast noch ein unbekanntes Land, das er durch seine Studien erst entdeckte. Dann folgten Bilder „Aus den Alpen der österreichischen Monarchie“ in achtzig Blättern und „Wiener Ansichten“. In den dreißiger Jahren und bis zum J.1848 beschäftigte ihn fast ausschließlich Kaiser Ferdinand, für welchen er eine große Sammlung von Aquarellen machte. Von 1848 an gab sich A. mit Vorliebe dem Studium der „Wiener Flora“ hin. Er hinterließ eine Sammlung von 400 Blättern und viele Aquarellstudien aus Deutschland, Italien, Ungarn und Dalmatien. — Rudolf A. ist sein Sohn und Schüler.

    • Korrektur

      Korrektur: Jac. Alt ist nach der Angabe seines Sohnes Rudolf am 30. September (nicht 1. October) gestorben.

  • Autor/in

    Löwenberg.,
  • Empfohlene Zitierweise

    Löwenberg, "Alt, Jacob" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 355 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119012758.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA