Lebensdaten
gestorben 1680 oder 1681
Sterbeort
Garsten
Beruf/Funktion
Baumeister
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118667130 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Carlone, Pietro Francesco
  • Carlone, Peter Franz

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Carlone, Pietro Francesco, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118667130.html [19.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Peter, Baumeister in Leoben (Steiermark);
    S Carlo Antonio s. (2), Bartolomeo s. Genealogie (2), Giovanni Battista s. (4).

  • Leben

    Die bauenden C. sind die großen Stiftsbaumeister Österreichs im 17. und beginnenden 18. Jahrhundert. Sie prägten hier den Typus der Wandpfeilerkirche mit Emporen, Tonnenwölbung, geradem Chorschluß ohne Querschiff und mit zwei Fassadentürmen, eine oberitalienische Abwandlung des für die europäische Barockentwicklung wichtigsten Schöpfungsbaues Il Gesù in Rom. C. wählte dieses Schema, das auch für die folgende C.-Generation verbindlich blieb und nur wenig - im Sinne der modernen Entwicklung - abgewandelt wurde. So erfuhr der Kirchenbau in Österreich und Deutschland durch die C. keine nennenswerte Weiterentwicklung. Bedeutung und Berühmtheit gewannen ihre Kirchen durch den eigenartigen Reiz, den ihnen die sprudelnde Fülle und schwellende Pracht der Ornamentik ihrer Stuckdekorationen verleiht. - Biographische Notizen von C. sind nicht erhalten. Er kam aus Admont 1612 nach Leoben und wurde dort seßhaft. Seit 1637 baute er am Stiftsgebäude in Gurk, dann am Stift zu Göß. 1658 wurde er als Baumeister des Stiftes Seckau berufen. Sein Hauptwerk, die Stiftskirche in Garsten, ist ein typisches C.-Werk und zugleich durch seine Einheit von Raum, Stuck und Ausstattung und deren Reichtum eine der großartigsten Leistungen des österreichischen Barock in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts; Bau und Ausstattung wurden von seinen Söhnen ausgeführt. Unmittelbares Vorbild war die Jesuitenkirche in Linz. Die ebenso reich stuckierte Klosterkirche in Schlierbach bauten die Söhne nach seinen Plänen.

  • Autor/in

    Ursula Röhlig
  • Empfohlene Zitierweise

    Röhlig, Ursula, "Carlone, Pietro Francesco" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 144 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118667130.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA