Lebensdaten
1561 bis 1610
Sterbeort
Basel
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117688584 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Polanus von Polansdorf, Amandus
  • Polan
  • Polan z Polansdorfu, Amand
  • mehr

Porträt(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Polanus von Polansdorf, Amandus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117688584.html [20.10.2019].

CC0

  • Leben

    Polanus: Amandus P. von Polansdorf, hervorragender reformirter Theologe, geboren zu Oppeln in Schlesien am 16. December 1561, als Professor der Theologie zu Basel am 17. Juli 1610. Einem adeligen Geschlecht entsprossen wuchs P. in lutherischen Traditionen auf, kam aber schon auf dem Gymnasium zu Breslau unter den Einfluß des sog. Philippismus, vertheidigte zu Tübingen die calvinische Prädestinationslehre gegen Jakob Andreä und studirte sodann von 1583 an in Basel, Genf und Heidelberg. In Basel erhielt er 1590 die theologische Doctorwürde und 1596 die Professur des alten Testaments, welche er bis zu seinem Tode bekleidete. Doch galt die hauptsächliche Arbeit seines Lebens der reformirten Dogmatik, in deren Geschichte seine Werke, namentlich das „Syntagma theologiae christianae“, erste Auflage 1609, eine hervorragende Stelle einnehmen. Als kurz vor seinem Tode von Seiten der lutheranisirenden Elemente der baslerischen Kirche gegen ihn und seinen Schwiegervater, den Antistes Joh. Jak. Grynäus, der Vorwurf erhoben wurde, man lehre an der Universität, wie man es öffentlich nicht predigen dürfte, veröffentlichte er in deutscher Sprache eine kraftvolle Apologie der reformirten Lehrweise. In derselben beruft er sich nicht mit Unrecht darauf, daß Luther selbst Prädestinatianer gewesen, und weist seinen Gegnern nach, daß die Form und Art auf der Universität zu lehren, eine andere sein müsse, als die, deren sich der Prediger auf der Kanzel bedient. P. hatte in Basel ein solches Interesse für die dogmatischen Fragen geweckt, daß nach seinem Tode ein besonderer Lehrstuhl für systematische Theologie errichtet wurde.

    • Literatur

      Vgl. Hagenbach, Die theologische Schule Basels und ihre Lehrer, 1860. — Athenae rauricae p. 37. —
      Gaß, Geschichte der protest. Dogmatik, S. 396 ff. —
      Dorner, Geschichte der protest. Theologie, S. 439. — Tholuck, Das akadem. Leben des XVII. Jahrb., S. 326.

  • Autor/in

    Bernhard Riggenbach.
  • Empfohlene Zitierweise

    Riggenbach, Bernhard, "Polanus von Polansdorf, Amandus" in: Allgemeine Deutsche Biographie 26 (1888), S. 381-382 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117688584.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA