Dates of Life
1734 bis 1818
Place of birth
Königsberg
Occupation
Anatom
Religious Denomination
evangelisch?
Authority Data
GND: 117131148 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Walter, Johann Gottlieb
  • Walter, Johann G.
  • Walter, Johannes G.
  • more

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Walter, Johann Gottlieb, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117131148.html [23.08.2019].

CC0

  • Life

    Walter: Johann Gottlieb W., Anatom und Präparator, wurde am 1. Juli 1734 zu Königsberg i/Pr. als Sohn des Vorstehers am großen städtischen Spital geboren. Schon als Knabe interessirte er sich für die Heilkunde und namentlich für Gegenstände aus dem Gebiet der Anatomie. Seine Studien machte er in seiner Vaterstadt und in Berlin, wo er bei dem bekannten Anatom J. Fr. Meckel wohnte und unter N. Lieberkühn das Injiciren lernte. Nachdem er 1757 in Frankfurt a. O. die Doctorwürde erlangt hatte, wurde er 1760 Prosector bei dem genannten Meckel, erhielt 1760 die zweite und 1774 nach dem Tode des letzteren die erste Professur der Anatomie. In dieser Stellung, neben der er eine Zeit lang die Professur der Geburtshülfe an der Charité versah, wirkte er bis zu seinem am 3. Januar 1818 erfolgten Lebensende. Er hat sich um den anatomischen Unterricht dadurch besonders verdient gemacht, daß er ein bedeutendes anatomisches Museum herstellte, welches 1803 vom Staate für 100 000 Thaler angekauft und die Grundlage des jetzigen großen anatomisch-zootomischen Museums der Berliner Hochschule wurde. Die Sammlung, zu der W. selbst die meisten und namentlich ausgezeichnete Nervenpräparate geliefert hatte, umfaßte beim Ankauf 2868 Nummern und wurde bis zur Uebernahme durch Rudolphi im J. 1810 auf 3263 Stück vermehrt. — In schriftstellerischer Beziehung sind außer einer Reihe von Arbeiten in den Abhandlungen der Berliner Akademie der Wissenschaften, anatomischen, zoologischen, allgemein biologischen und pathologischen Inhalts noch folgende selbständige Arbeiten Walter's bemerkenswerth: „Theses anatomico-physiologicae, dissertationi de emissariis Santorini praemissae“ (Königsberg 1757); „Abhandlung von trocknen Knochen des menschlichen Körpers“ (Berlin 1798); „Observationes anatomicae“ (ebd. 1775); „Myologisches Handbuch“ (ebd. 1795); „Epistola anatomica de venis oculi summatim et in specie de venis oculi profundis, retinae, corporis ciliaris, capsulae lentis corporis vitrei et denique de arteria centrali retinae“ (ebd. 1778); „Tabulae nervorum thoracis et abdominis“ (ebd. 1783).

    • Literature

      Vgl. die bei Waldeyer im Biogr. Lex. VI, 183 angegebenen Quellen.

  • Author

    Pagel.
  • Citation

    Pagel, Julius Leopold, "Walter, Johann Gottlieb" in: Allgemeine Deutsche Biographie 41 (1896), S. 26 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117131148.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA