Lebensdaten
1774 – 1836
Geburtsort
Püchau
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
lutherischer Theologe ; Evangelischer Theologe ; Hochschullehrer
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116749563 | OGND | VIAF: 22485847
Namensvarianten
  • Goldhorn, Johann David

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Goldhorn, Johann David, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116749563.html [21.05.2022].

CC0

  • Biographische Darstellung

    Goldhorn: Johann David G., geb. am 12. September 1774 zu Püchau, einem Dorfe zwischen Wurzen und Eilenburg, am 23. October 1836 in Leipzig, besuchte die Landesschule in Grimma, wo er den Grund zu seiner Fertigkeit im Latein legte und, um Theologie zu studiren, die Universität Leipzig, wo er sich besonders an den grammatisch-historischen Exegeten K. A. G. Keil anschloß. Nach Vollendung seiner Studien wurde er Katechet an der Peterskirche, dann Sonnabendsprediger zu St. Nikolai in Leipzig, hierauf Pfarrer in Leutsch bei Leipzig, später Subdiaconus an der neuen Kirche, Diaconus und Archidiaconus an der Thomaskirche, 1834 Pastor an der Nicolaikirche in Leipzig. Mit dem geistlichen Amte verband er seit 1819 eine ordentliche Professur der Theologie. Ohne selbst mit größeren gelehrten Werken hervorzutreten, hat er hinterlassene Werke Anderer (wie F. A. Carus, Psychologie der Hebräer, 1809, Keilii opuscula academica, 1821, Tzschirner's Predigten, 2. Aufl., 4 Bde., 1829) herausgegeben, und gelehrte Freunde (wie Tzschirner und Bretschneider) haben seinen litterarischen Rathschlag gerne eingeholt. Seine eigene, auf „die Praktik der Theologie“ gerichtete schriftstellerische Thätigkeit concentrirte sich in der Mitarbeit an dem „Magazin für Prediger“ von Tzschirner und Röhr und an dem von ihm mitredigirten „Journal für Prediger". Als Universitätslehrer machte er sich, obwol selbst kein hinreißender Redner, besonders verdient um die homiletische Bildung der Studirenden. Seine klare Verständigkeit führte ihn der Denkart zu, welche „den rationalen Inhalt des Christenthums als dessen bleibendes Wesen betrachtet“. Bretschneider rühmte daher von ihm, daß er sich, so theuer ihm auch das Christenthum und die Kirche waren, von der Ansteckung der frömmelnden Modetheologie frei erhalten habe. Eine Auswahl seiner Predigten und Casualreden edirte nach seinem Tode R. O. Gilbert in 3 Theilen, 1838—40.

    • Literatur

      Joh. Dav. Goldhorn. Ein biographischer Versuch von D. J. H. Goldhorn. Halle 1837. Neuer Nekrolog der Deutschen, Bd. XIV.

  • Autor/in

    G. Frank.
  • Zitierweise

    Frank, G., "Goldhorn, Johann David" in: Allgemeine Deutsche Biographie 9 (1879), S. 334 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116749563.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA