• Leben

    Aschenberg: Wilhelm A., als Dichter und Geschichtsschreiber litterarisch thätiger Geistlicher, geb. 1768 auf Reinshagen bei Remscheid, studirte Theologie in Rinteln, seit 1791 lutherischer Pfarrer in Kronenberg bei Elberfeld, seit 1802 in Hagen, wo er 21. Nov. 1820 starb. Er gab heraus „Bergisches Taschenbuch“ in 7 Jahrg. (1798. 1800—1804. 1806), durch welches zuerst E. M. Arndt außerhalb seiner Heimath bekannt wurde (Mitarbeiter u. a. J. G. Jacobi, Kosegarten, Jung-Stilling, K. A. Böttiger), sowie „Niederrheinische Blätter“ (5 Bde. 1802—1805). In dem Berg. Taschenb. veröffentlichte A. eine Geschichte des Bergischen Landes, die bei völligem Mangel an Kritik und wegen eigener Erdichtungen des Verf. gänzlich unbrauchbar ist, aber bis in die neuere Zeit ein unverdientes Ansehen genossen hat und vor Lacomblet von allen Localhistorikern ausgeschrieben ist. Ein von A. angekündigtes größeres Werk über bergische Geschichte in 8 Bänden erschien nicht, und man fand nach seinem Tode auch keine Vorarbeiten dafür. A. begründete 1814 die Zeitschrift „Hermann“ (erschien in Schwelm, später in Hamm), die eine Reihe von Jahren hindurch im nordwestlichen Deutschland viel gelesen wurde.

    • Literatur

      Biogr. in Montanus, Die Vorzeit, Elberfeld 1871. Bd. II. S. 301 ff. (unzuverlässig).

  • Autor/in

    Crecelius.
  • Empfohlene Zitierweise

    Crecelius, Wilhelm, "Aschenberg, Wilhelm" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 617 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116360135.html#adbcontent

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