Lebensdaten
erwähnt 14. Jahrhundert
Beruf/Funktion
Liederdichter
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 102840660 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Peter von Arburg
  • Peter Graf von Aarburg
  • Aarburg, Peter Graf von
  • mehr

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Zitierweise

Peter von Arberg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102840660.html [06.12.2019].

CC0

  • Leben

    Zusammen mit Minnesängern wie Wolfram von Eschenbach, Reinmar von Brennenberg und Heinrich von Morungen erscheint "graf Petter von Arburg“ im Autorenverzeichnis einer verschollenen Liederhandschrift, das in der „Zimmerischen Chronik“ (1565/66) enthalten ist. Da die verlorene Handschrift mit großer Wahrscheinlichkeit um 1340 in Konstanz entstand, muß die Schaffenszeit des Dichters spätestens ins erste Drittel des 14. Jh. fallen. In der "Kolmarer Liederhandschrift“ (um 1460) werden unter dem Namen „Graff peter von arberg“ (im Register „arburg“) sieben Lieder in vier verschiedenen Tönen überliefert, von denen drei ausdrücklich als “Tageweisen“ bezeichnet und partiell mit Melodien versehen sind. Die Autornennung bezieht sich allerdings nur auf die Töne, während die zum Teil auch an anderer Stelle breit bezeugten, überwiegend geistlichen Texte von anderen Autoren stammen, die die offensichtlich beliebten Tageliedmelodien P.s für Kontrafakturen verwendeten. Wenn die in beiden Handschriften angegebene Standesbezeichnung richtig ist, könnte P. dem Geschlecht der Grafen von Aarburg (Schweiz) angehört haben. Seine Identifizierung mit Peter II. von Aarburg (1324–57 urkundlich belegt) bleibt jedoch hypothetisch.

  • Werke

    Th. Cramer (Hg.), Die kleineren Liederdichter d. 14. u. 15. Jh., 1977-85, II, S. 418-65, IV, S. 259-64;
    außerdem b. Röll u. Steer (s. L).

  • Literatur

    ADB I;
    K. Bartsch, in: Germania 12, 1867, S. 90, Nr. VI;
    ders., P.s v. A. Gr. Tageweise, ebd. 25, 1880, S. 210-26;
    W. Röll, Oswald v. Wolkenstein u. Gf. P. v. A., in: ZDA 97, 1968, S. 219-34;
    V. Mertens, ebd. 101, 1972, S. 344-57;
    G. Steer, Dat dagelyt v. d. heiligen passien, in: K. Ruh u. W. Schröder (Hg.), Btrr. z. weltl. u. geistl. Lyrik d. 13. bis 15. Jh., 1973, S. 112-204;
    Rep. d. Sangsprüche u. Meisterlieder (RSM), hg. v. H. Brunner u. B. Wachinger, 1986 ff., IV, S. 477-88, ergänzend I, S. 26, V, S. 655;
    Vf.-Lex. d. MA2;
    Kosch, Lit.-Lex.3;
    Killy.

  • Autor/in

    Frieder Schanze
  • Empfohlene Zitierweise

    Schanze, Frieder, "Peter von Arberg" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 229 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102840660.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Arberg: Peter Graf von A., lebte um die Mitte des 14. Jahrhunderts und dichtete mehrere „Tageweisen" von volksthümlichem Charakter, theils weltliche, theils geistliche, welche letztere zum Theil Umdichtungen weltlicher Weisen zu sein scheinen. Sehr verbreitet war dasjenige, das die Kolmarer Handschrift, die allein seinen Namen bewahrt hat, als „Große Tageweise“ bezeichnet; die Limburger Chronik berichtet zum Jahr 1356, daß man dies Lied, das sie als „Tagelied von der heiligen Passion“ bezeichnet, damals als neu gesungen habe; als Verfasser bezeichnet sie einen Ritter. Ein anderes, ebenfalls geistliches, ist auch in niederdeutscher Fassung vorhanden, und bekundet dadurch seine Verbreitung auch im Norden; andere Handschriften legen es dem Mönch von Salzburg bei.

    • Literatur

      Bartsch, Meisterlieder, S. 179.

  • Autor/in

    K. B.
  • Empfohlene Zitierweise

    B., K., "Peter von Arberg" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 511 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102840660.html#adbcontent

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