Lebensdaten
erwähnt um 1224 oder 1277 , gestorben vor 1280
Beruf/Funktion
Großkaufmann ; Finanzier ; Ritter vom Heiligen Grab
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 13746133X | OGND | VIAF

Orte

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Zitierweise

Hardevust, Bruno, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd13746133X.html [22.11.2017].

CC0

  • Genealogie

    V Hildeger, Schöffe;
    M N. N.;
    B Godefrid;
    Sophia v. d. Ehrenpforte;
    N Gottfried (s. Einl.).

  • Leben

    Als Großkaufmann und Finanzier macht sich der Schöffe H. einen Namen. Um 1224 ist er Kaufmann in England. 1258 kauft er zusammen mit seiner Frau, seinem Bruder Godefrid und dessen Frau und drei weiteren Partnern der Stadt Köln für 600 Mark deren gesamten Besitz an Fleischbänken, Buden und Verkaufsstellen ab. 1264 verpfändet der Erzbischof ihm und seinen Partnern die Grut und gegen 1277 auch seine Inful und den 3. Teil der Zolleinkünfte in Kaiserswerth. 1275 beteiligt sich H. am Erwerb des Kölner Bierpfennigs. Ein Jahr später besitzt er 4 Rheinmühlen und taucht immer wieder in einem Konsortium von Gläubigern auf, das der Stadt Köln in dieser Zeit mehrfach größere Summen leiht. Gegen Ende seines Lebens bringt er von einer Wallfahrt nach Jerusalem den Titel eines Ritters vom Heiligen Grabe mit. Einen Eindruck von seinem Reichtum mag die Tatsache geben, daß er das zerstörte Kloster Mechtern wiederherstellt und dessen Güter zurückerwirbt und sich dort außerdem ein Grabmal errichtet.

  • Literatur

    L. Ennen, Gesch. d. Stadt Köln, 1863-80;
    ders., Qu. z. Gesch. d. Stadt Köln, 1870;
    F. Lau, Das Kölner Patriziat b. z. J. 1325, in: Mitt. a. d. Staatsarchiv Köln 24-26, 1893-95;
    ders., Btrr. z. Vfg. gesch. d. Stadt Köln, I. Das Schöffenkollegium d. Hochgerichts zu Köln b. z. J. 1396, II. Das Kölner Patriziat b. z. J. 1396, in: Westdt. Zs. f. Gesch. 14, 1895;
    ders., Entwicklung d. kommunalen Vfg. u. Verwaltung d. Stadt Köln b. z. J. 1396, 1898;
    H. v. Loesch, Die Kölner Kaufmannsgilde im 12. Jh., in: Westdt. Zs. f. Gesch., Erg. h. 12, 1904;
    H. Keussen, Topogr. d. Stadt Köln im MA, 1910;
    H. Vogts, Das Kölner Wohnhaus b. z. Anf. d. 19. Jh., 1914;
    L. v. Winterfeld, Handel, Kapital u. Patriziat in Köln b. 1400, 1925;
    B. Kuske, Qu. z. Gesch. d. Kölner Handels u. Verkehrs im MA, in: Publ. d. Ges. f. Rhein. Gesch.-kde. 33, 1934;
    H. Planitz, Die dt. Stadt im MA, 1954;
    W. Baumeister, Das Kölner Patriziat b. z. J. 1396 (Ms. im Stadtarchiv Köln).

  • Autor

    Ulrike Gräfin Schwerin von Krosigk
  • Empfohlene Zitierweise

    Schwerin von Krosigk, Ulrike Gräfin, "Hardevust, Bruno" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 666 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd13746133X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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