Lebensdaten
um 1770 bis 1836
Geburtsort
Edinburg
Sterbeort
Danzig
Beruf/Funktion
Danziger Kaufmann
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 136449239 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gibsone, Alexander

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Zitierweise

Gibsone, Alexander, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136449239.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus schottischem Adelsgeschlecht;
    V William (um 1730–1807), Großkaufm. in E., S d. John, auf Durie, u. d. Helen Carmichael of Stirling;
    M Mary Cecilia, T d. James Balfour;
    Groß-Ov Archibald (* um 1694), Großkaufm. u. brit. Konsul in D.;
    Ov Alexander Frhr. v. G. (1729-1811), Großkaufm. (Getreide) in D., brit. Konsul in D. u. Königsberg;
    B Archibald, Großkaufm. in E., John (1763–1819), Getreidegroßhändler in D. (s. Altpreuß. Biogr.), Lewis (1773–1845), Großkaufm. in Ceylon; ledig;
    N (S d. John) Alexander ( 1853), preuß. Kommerz- u. Admiralitätsrat, Vorsteher d. Danziger Kaufmannschaft, förderte mit s. Freunde, d. Schiffbaumeister Joh. Wilh. Klawitter, d. Entwicklung des Dampfschiffbaus in Danzig u. gründete mit diesem d. Dampfschiffahrtsges. Alex. Gibsone u. J. W. Klawitter (seit 1881 Weichsel-AG).

  • Leben

    Mit seinem älteren Bruder John kam G. nach Danzig, wo beide in das Getreidehandelshaus ihres Oheims eintraten und seine Nachfolger und Erben wurden. Der Onkel hatte es zu einem ansehnlichen Vermögen gebracht und 1782 die Neustadt-Rutzauer Güter unter anderem in der Absicht erworben, dort Tuch-, Strumpf- und Hutmanufakturen zu errichten und mit Hilfe dort angesiedelter Schotten die Schafzucht zu verbessern. Diese Besitzungen sind wenige Jahre später an Otto Alexander Graf Keyserlingk übergegangen, ohne daß diese Pläne verwirklicht worden wären. G. und sein Bruder wurden Mitglieder des Tugendbundes und erwarben sich große Verdienste um die Sache Preußens während der Napoleonischen Kriege. Während der Belagerung Danzigs 1807 durch die Franzosen suchte G. das Elend der Belagerten unter anderem durch Sammlungen in seiner Heimat zu mildern. 1814 wurde er zum britischen Konsul in Danzig ernannt; eine lebenslange Freundschaft verband ihn mit Gneisenau, dem er durch geschickte Vermittlungen zwischen der preußischen und englischen Regierung wertvolle Dienste leisten konnte.

  • Werke

    (anonym) Über d. natürl. Grundsätze d. Staatsvereins, Schreiben e. Ausländers an e. preuß. Staatsbeamten, 1820;
    Über d. Entwicklung d. Wesens im Menschen, Zur Erl. d. natürl. Grundsätze d. Regierens, 1823.

  • Literatur

    L Th. A. Fischer, The Scots in Germany, Edinburg 1902, S. 269-74 u. ö.;
    Franz Schultz, Gesch. d. Kreise Neustadt u. Putzig, 1907, S. 276 u. ö.;
    W. Recke, Die Anfänge d. Dampfschiffahrt in Danzig, in: Btrr. zur Gesch. d. Schiffbaus, d. Hafens u. d. Schiffahrt v. Danzig, 1926;
    Altpreuß. Biogr. (L).

  • Autor/in

    Ernst Bahr
  • Empfohlene Zitierweise

    Bahr, Ernst, "Gibsone, Alexander" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 368 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136449239.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA