Lebensdaten
1878 bis 1933
Geburtsort
Waldkirch (Baden)
Sterbeort
Münster (Westfalen)
Beruf/Funktion
Pathologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 136140971 | OGND | VIAF

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Zitierweise

Groß, Walter, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd136140971.html [17.08.2017].

CC0

Groß, Walter

Pathologe, * 12.1.1878 Waldkirch (Baden), 14.11.1933 Münster (Westfalen). (evangelisch)

  • Genealogie

    V Ferdinand (* 1848), Fabrikdir. in Kollnau; M Bertha (* 1855), T d. Karl Doll ( 1905), ev. Theol. (s. NDB IV); Vt Ludw. Bartning (1876–1956), Landschafts- u. Pflanzenmaler (s. Vollmer I, V), Otto B. (1883–1959), Architekt, Reformator d. prot. Kirchenbaus; 1909 Margarethe Schmitzdorf (* 1882), Dr. med.; 2 S.

  • Leben

    G. studierte Medizin in Lausanne, Heidelberg, Berlin (Staatsexamen 1903 und Promotion 1905 in Heidelberg). Er assistierte bei Vierordt, Pawlow und F. Müller und wandte sich 1908 der pathologischen Anatomie unter P. Ernst zu. 1911 habilitiert, erhielt er 1912 einen Lehrauftrag für gerichtliche Medizin, stand als Wehrpathologe während des 1. Weltkrieges im Feld, erhielt 1917 den Titel eines außerordentlichen Professors und wurde 1918 mit der Aufgabe des Unterrichts aus seinem Fach an der Universität Dorpat betraut. 1921 wurde er als ordentlicher Professor nach Greifswald, 1924 nach Münster berufen. – G. war ein ungemein sensibler, feingeistiger Mann, sorgsam und geschickt in technischen Dingen, sehr hilfsbereit und sportfreudig. Hinter dem gestaltlichen Ausdruck der Einrichtungen des Organismus suchte er deren physiologische Bedeutung, insbesondere ihre chemischen Voraussetzungen. Es reizte ihn, mit Hilfe des Versuches Einzelfragen des Organ- und Zellstoffwechsels nachzugehen. Gern verband er sich für solche Aufgaben mit physiologisch und klinisch interessierten Kollegen. Mit experimentellen Untersuchungen über den Zusammenhang von histologischen Veränderungen und Funktionsstörungen der Nieren hat er sich habilitiert. Fragen der vitalen Färbung in ihrem Einfluß auf Zellen und auf die Farbstoffausscheidung ist er nachgegangen. Probleme der Glomerulonephritis, der Encephalitis, überhaupt der Entzündung beschäftigten ihn, ebenso das Wesen von Speicherungserscheinungen, insbesondere in der Leber. Er war ein Meister der histotechnischen Färbung, deren Wesen zu erkennen, deren Regeln zu umreißen, er nachhaltig bemüht war.

  • Literatur

    F. Klinge, in: Verhh. d. Dt. Pathol. Ges. 27, Tagung, 1934, S. 349-51 (W-Verz.).

  • Autor

    Georg B. Gruber
  • Empfohlene Zitierweise

    Gruber, Georg B., "Groß, Walter" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 145 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd136140971.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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