Lebensdaten
nach 1210 bis 1281
Beruf/Funktion
Graf von Arnsberg
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136052924 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gottfried III.
  • Arnsberg, Gottfried von

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Zitierweise

Gottfried III., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136052924.html [13.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Gottfried II. (s. NDB VI);
    M Agnes v. Rüdenberg;
    Vt Konrad ( 1275), Gf. v. Arnsberg, Herr v. Rietberg;
    ⚭ Adelheid ( 1272), T d. Gf. Heinrich v. Blieskastel;
    K, u. a. Ludwig ( 1313), Mechthild ( 1298, ⚭ Gf. Heinrich v. Waldeck, 1267), Sophie ( Bernhard III. Edelherrn zur Lippe, 1265);
    Ur-E Gottfried IV. (s. NDB VI).

  • Leben

    G. schloß 1237 eine Erbteilung mit seinem Verwandten Konrad von Rietberg ab, dem er die holländischen sowie die nördlich der Lippe gelegenen Besitzungen seines Hauses überließ. Im folgenden Jahr endete ein Zusammenstoß mit dem Kölner EB Konrad von Hochstaden in einer schweren Niederlage G.s. 1244 scheint er nähere Beziehungen mit Graf Wilhelm von Jülich gegen den Erzbischof angeknüpft zu haben, doch stand er in den Streitigkeiten in Westfalen während der folgenden Jahre auf der kölnischen Seite. Gegen den Paderborner Bischof Simon von der Lippe war er einer der führenden Herren in dem Bund, der Herbst 1254 den geistlichen Herrn in offener Feldschlacht besiegte und zum Gefangenen machte. 1277 nahm G. die antikölnische Politik seiner Frühzeit wieder auf, indem er mit Paderborn, Hessen, Jülich, Berg, Kleve, Mark, Sayn, Nassau und anderen einen Bund gegen Siegfried von Westerburg schloß. Doch der Kölner kam den Verbündeten durch schnellen Zugriff zuvor und zwang G. zum Frieden. 1278 verkaufte der Arnsberger die Vogtei über Soest mit den daran hängenden Rechten an die Stadt. War er in seinen äußeren Unternehmungen nicht gerade glücklich, so liegt seine Bedeutung vor|allem in der Sorge um den Ausbau des Territoriums, in welchem er Arnsberg 1237/38 zur Stadt erhob, 1263 mit kölnischer Erlaubnis Neheim befestigte und 1265 volle Rechte an der schon 1243 gegründeten Stadt Eversberg erwarb. 1246 gründete seine Gemahlin Adelheid das Zisterzienserinnenkloster Himmelpforten bei Werl.

  • Literatur

    s. Gottfried IV.

  • Autor/in

    Erich Wisplinghoff
  • Empfohlene Zitierweise

    Wisplinghoff, Erich, "Gottfried III." in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 660 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136052924.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA