Lebensdaten
1572 bis 1635
Beruf/Funktion
Schulmann ; Humanist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 123438616 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gutberleth, Heinrich
  • Gutberlet, Heinrich
  • Gutberleth, Henricus
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Quellen(nachweise)

Zitierweise

Gutberleth, Heinrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd123438616.html [17.11.2018].

CC0

  • Leben

    Gutberleth: (Heinrich) G., geb. in Hersfeld im J. 1572, besuchte die Universität Marburg, und wurde vom Grafen von Nassau der Hofschule zu Dillenburg vorgesetzt. Im J. 1601 kam er an das Pädagogium und 1605 an die Hohe Schule zu Herborn, wo er nach der neuen Organisation vom 1. März 1606 Logik, Physik, Geschichte und Ars Oratoria lehrte. 1606 zog er nach Hamm und widmete sich zwei Jahre dem Unterricht am akademischen Gymnasium. Im J. 1619 folgte er dem Ruf nach Deventer als Rector der lateinischen Schule: dieses Amt verwaltete er bis zur Errichtung des Athenaeums, an dem er als Professor der Philosophie wirkte. Er starb 24. März 1635. In Herborn ließ er mehrere Disputationes vertheidigen, u. a. vom nachher berühmten Theologen Caspar Sibelius (1607) und Justus Reiffenberger dem Juristen (1611). Daselbst erschienen auch seine „Physicae h. e. Naturalis philosophiae Institutio“ (Ed. 2, 1623) und „Ethicae liber unus“ (Ed. 2. 1630). Seine Chronologia, die er vor seinem Tode vollendete, wurde 1639 zu Amsterdam durch Heinrich Laurentius veröffentlicht.

    • Literatur

      Jac. Revii Daventria illustrata, 698 ff. Steinberg, Geschichte der hohen Schule Herborn, 207, 335.

  • Autor/in

    de Wal.
  • Empfohlene Zitierweise

    Wal, de, "Gutberleth, Heinrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 10 (1879), S. 213 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd123438616.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA