Lebensdaten
1779 oder 1769 bis 1835
Geburtsort
Florenz
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Hoch- und Deutschmeister des Deutschen Ordens ; Erzherzog von Österreich-Este
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 122932528 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Anton Victor Joseph Johann Raimund
  • Anton Victor von Österreich
  • Anton
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Anton, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd122932528.html [15.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Kaiser Leopold II.;
    M Marie Louise, T König Karls III. von Spanien.

  • Leben

    A., zum geistlichen Stande bestimmt, verzichtete auf das Bistum Münster (gewählt 1801), trat in den Deutschen Orden ein (1803) und wurde zum Coadjutor seines Bruders, des Feldherrn Erzherzog Karl von Österreich gewählt. Als dieser im Juni 1804 sein Amt niederlegte und aus dem Orden ausschied, wurde A. sein Nachfolger als Hoch- und Deutschmeister (inthronisiert 8.8.1805). Es gelang ihm in den napoleonischen Kriegen, mit Hilfe seines Bruders Kaiser Franz II. (bzw. I.) den österreichischen Teil der Ordensbesitzungen sowie das Ordenshaus Sachsenhausen (Frankfurt/Main) zu retten (1809 Zuteilung der Ordensbesitzungen in Deutschland an die Landesfürsten). Der Sitz des Hochmeisters wurde von Mergentheim nach Wien verlegt, der Wiederaufbau der zerrütteten Balleien Österreich und an der Etsch in die Wege geleitet und vollendet. Doch erst 1834 gab der Kaiser dem Orden seine völlige Selbständigkeit als „geistlich-militärisches Institut“ wieder, das zwar weiter kaiserliches Lehen blieb, doch in seiner inneren und äußeren Gestaltung auf Grund des revidierten Statutes von 1606 völlig selbständig war, wie auch der Hoch- und Deutschmeister des Deutschen Ritterordens, wie der Name jetzt lautete, als Souverän in den österreichischen Landen galt und im Rang höher als alle geistlichen und weltlichen Fürsten stand, deren Fürstenwürde jünger als der Deutsche Orden war. So ist es bis 1926 geblieben. Die langen Bemühungen A.s um den Restbesitz des Ordens hatten zu einem vollen Erfolg geführt. Der Orden war nicht aufgelöst worden. - Als Soldat ist A. nicht hervorgetreten, obwohl er seit 1804 Oberstfeldzeugmeister und Oberst des Regiments „Deutschmeister“ war. Im gleichen Jahr ernannte ihn, den Förderer der schönen Künste, der selbst gern dichtete und zeichnete, die Akademie der bildenden Künste zu Wien zu ihrem Ehrenmitgliede.

  • Literatur

    J. Voigt, Gesch. d. Dt. Ritterordens in seinen zwölf Balleien in Dtld. II, 1859, S. 579-618; Qu.:
    Deutschordenszentralarchiv Wien, Abt. Hochmeister, Kart. 525-39, u. Versprengtes in anderen Abteilungen.

  • Portraits

    Kolorierte Lithogr. v. A. Staub, in: Hs. 822 d. Deutschordenszentralarchivs Wien.

  • Autor/in

    Karl H. Lampe
  • Empfohlene Zitierweise

    Lampe, Karl H., "Anton" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 317-318 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd122932528.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA