Lebensdaten
1540 bis 1611
Geburtsort
Dithmarschen
Beruf/Funktion
Maler ; Kartograph
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 121633985 | OGND | VIAF: 56038280
Namensvarianten
  • Freese, Daniel
  • Friesze, Daniel
  • Friese Dietmarsiensis, Daniel
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Orte

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Zitierweise

Frese, Daniel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd121633985.html [13.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    Magdalene Egmondts;
    1 S.

  • Leben

    F., der nach eigener Angabe aus Dithmarschen stammt, war zunächst für die Kirchen seiner Heimat tätig. In Hamburg dekorierte er 1568 die westliche Sandsteinfassade von Sankt Katharinen und malte das „Urteil Salomonis“. 1570 übersiedelte F. nach Lüneburg und entfaltete hier bis zu seinem Tode eine reiche künstlerische und handwerkliche Tätigkeit. Im Dienste des Rates der Stadt war er als Maler, Restaurator, Visierer und Architekturzeichner maßgeblich an der künstlerischen Ausgestaltung des Rathauses beteiligt. Seine Hauptwerke sind eine Reihe von allegorischen Gemälden, die er 1573-78 für die große Ratsstube schuf. Außerdem malte er weitere Bilder für das Rathaus und Beamtenwohnungen und verschmähte es nicht, rein dekorative und handwerkliche Arbeiten auszuführen. Ferner war er für die Johannis- und Lambertikirche als Maler und Restaurator tätig. Mit einem Bildnis Heinrich Rantzaus wies er sich 1588 auch als Porträtmaler aus. – Daneben zeichnete F. auch Prospekte von Städten und betätigte sich als Kartograph. Die vielfigurigen, oft nach eigenen Erfindungen ausgeführten, meist allegorischen Gemälde F.s zeigen ein gutes, ganz im Zeitgeschmack befangenes malerisches Können. Reizvoller und von hohem künstlerischem Wert sind seine Stadtansichten und die kartographischen Arbeiten. In den klar und sorgfältig gezeichneten Städtebildern beweist er hohe Meisterschaft, seine Karten vermitteln neben technischer Präzision den Eindruck farblich schön ausgewogener Bildtafeln.

  • Werke

    W Gem.: im Rathaus Lüneburg, Treppenhaus u. große Ratsstube;
    Karten: Lüneburg, im Ausstellungsraum d. Rathauses, im Mus.;
    Bückeburg, fürstl. Schloß;
    Hannover, Staatsarchiv;
    Städtebilder in: G. Braun u. F. Hogenberg, Civitates orbis terrarum V, Köln 1593 (Meldorf u. Bardowiek).

  • Literatur

    ADB VII;
    W. Reinecke, Das Rathaus z. Lüneburg, 1925;
    Die Kunstdenkmäler d. Prov. Schleswig-Holstein, Kreis Pinneberg, 1939;
    L. Petersen, D. F.s Landtafel d. Gfsch. Holstein (Pinneberg) a. d. J. 1588, in: Zs. d. Ges. f. schlesw.-holst. Gesch. 70/71, 1943;
    ThB (L).

  • Portraits

    Vermutl. Selbstbildnis neben d. Schrifttafel d. „Landtafel“ im Bückeburger Schloß.

  • Autor/in

    Editha Holm
  • Empfohlene Zitierweise

    Holm, Editha, "Frese, Daniel" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 404 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121633985.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Frese: Daniel F., Malermeister zu Lüneburg, 1611, begraben am 14. April, in Dithmarschen geboren, hat von 1572—78 für das Lüneburger Rathhaus „Die deutsche Reichsversammlung“ und sieben allegorische, große Compositionen recht tüchtig gemalt, sie sind, über 1—1,5 Meter hoch, in der Rathsstube, der Rathhauslaube und dem Körgemache sämmtlich gut erhalten. Von 1587—88 stammen von ihm eine Ansicht der Stadt Hamburg, gestochen von F. Greve, Meldorf und Heide, auch Bardowik in Brauns Städtebuch. 1594 malte er die „Stadt Jerusalem“ für die jetzt abgebrochene Lambertikirche in Lüneburg und 1595 die Artikel des christlichen Glaubens für die Michaeliskirche daselbst; letztere auf 6 Tafeln für 30 M. 15 Schillinge. 1602 gab er einen „Abriß der Grafschaft Schowenburg“ heraus.

    • Literatur

      Vgl. Mithoff, Mittelalterl. Künstler und Werkmeister, S. 52 f. Volger, Führer durch Lüneburg.

  • Autor/in

    Krause.
  • Empfohlene Zitierweise

    Krause, "Frese, Daniel" in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 352 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121633985.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA