Lebensdaten
geboren Mitte 16. Jahrhundert , erwähnt 1587
Geburtsort
Braunau/Inn
Beruf/Funktion
Musiker ; Komponist
Konfession
katholisch,lutherisch
Normdaten
GND: 119710897 | OGND | VIAF: 241285083
Namensvarianten
  • Hizenauer, Christoph
  • Hitzenauer, Christoph
  • Hizenauer, Christoph
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Orte

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Zitierweise

Hitzenauer, Christoph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119710897.html [16.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    Tübingen (?) vor 1582 Barbara N. N.;
    1 T.

  • Leben

    Bevor H. zum evangelischen Glauben übertrat und mit Empfehlungen der Evangelischen Österreichischen Landstände nach Stuttgart zog, hatte er am Wiener Jesuitenkollegium studiert. Herzog Ludwig von Württemberg ermöglichte ihm 1580/81 die Fortsetzung seiner Studien in Tübingen. Im Herbst 1581 ließ sich H. in Lauingen nieder. Hier wirkte er als Kantor, Schulmeister der Lateinschule sowie als „Publius Musicus“ am Gymnasium Illustre, der zur Ausbildung von evangelischen Theologen und Juristen dienenden fürstlichen Schule. Im Sommer 1587 hat H. seinen Lauinger Dienst quittiert und scheint die Stadt verlassen zu haben. Seine späteren Schicksale sind unbekannt. – H. hat nach seinen eigenen Worten in Lauingen nicht nur im Gesang unterrichtet, sondern auch die begabteren Schüler in der Komposition gefördert. Hier hat er seine aus langjähriger Praxis erwachsene Methodik in der Ratio componendi niedergelegt, in der er die Materie der Musica poetica in überschaubarer Form darstellt, und eine Reihe geistlicher Kompositionen geschrieben.

  • Werke

    Perfacilis, brevis, et expedita ratio componendi symphonias, concentusque musicos, 1585;
    Außerlesene sehr liebliche Geistl. Gesäng mit drey Stimmen, gantz artlich componirt, 1585;
    Ach treuer Gott, mein Not erkennen tue, 6 v., Ms. Regensburg, Bibl. Proske, Ms. B 272-74, Nr. 29.

  • Literatur

    ADB XII (unter Hizenauer);
    R. H. Seitz, Der Lauinger Schulmeister u. Musiker Ch. H., in: Jb. d. Hist. Ver. Dillingen 64/65, 1962/63, S. 118 f.;
    MGG VI (W, L).

  • Autor/in

    Wilfried Brennecke
  • Empfohlene Zitierweise

    Brennecke, Wilfried, "Hitzenauer, Christoph" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 273 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119710897.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Hizenauer: Christoph H., Cantor an der Schule zu Lauingen um 1585, gab in genanntem Jahre eine kleine Musiklehre heraus, betitelt: „Perfacilis, brevis et expedita ratio componendi symphonias“ etc.; auch mehrere Sammlungen deutscher mehrstimmiger Lieder. Die erstere hat sich auf der Stadtbibliothek zu Augsburg erhalten, die anderen sind bis jetzt verschollen.

  • Autor/in

    R. Eitner.
  • Empfohlene Zitierweise

    Eitner, Robert, "Hitzenauer, Christoph" in: Allgemeine Deutsche Biographie 12 (1880), S. 512 unter Hizenauer [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119710897.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA