Lebensdaten
1795 - 1869
Geburtsort
Bürglen Kanton Uri
Sterbeort
Rom
Beruf/Funktion
Bildhauer
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119264374 | OGND | VIAF: 817932
Namensvarianten
  • Im Hof, Heinrich
  • Imhof, Heinrich
  • Im Hof, Heinrich Max
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Zitierweise

Imhof, Heinrich Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119264374.html [17.09.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Josef (1763–1837), Bauer;
    M Katharina Barbara Arnold ( 1833);
    Zürich 1849 Henriette (1825–92), T d. Großkaufm. Heinrich Ott in Zürich u. d. Mergarethe Escher (vom Glas);
    2 S, 5 T, u. a. Angela ( Hermann Knackfuß, 1848–1915, Prof. a. d. Kunstak. in Kassel, Historienmaler, s. ThB), Annarella ( Fritz Gurlitt, 1893, Kunsthändler, s. NDB VII).

  • Leben

    I. war zuerst Schüler des aus Tirol stammenden Bildhauers Franz Albart in Kerns. 1820-23 genoß er dank seinem Gönner J. G. Ebel eine solide Ausbildung bei J. H. Dannecker in Stuttgart; 1824 reiste er zu B. Thorwaldsen nach Rom, wo er sich niederließ. 1827 schuf er seine erste größere Statue: „David mit dem Haupte Goliaths“. I. erhielt daraufhin Aufträge durch den Kronprinzen von Preußen, den späteren Kg. Friedrich Wilhelm IV., und Kg. Ludwig I. von Bayern, der für die Walhalla Büsten Maximilians I. und Reuchlins bestellte. 1836-38 arbeitete I. in Griechenland für Kg. Otto I., restaurierte dort antike Bildwerke und erteilte Unterricht. 1838 wieder in Rom, schuf er eine Reihe von|spätklassizistischen Marmorskulpturen mit Motiven aus dem Alten Testament. Seine Auftraggeber waren u. a. der Herzog von Leuchtenberg und Zar Nikolaus von Rußland. Für den neuerbauten Bundespalast in Bern verfertigte I. eine „Eva vor dem Sündenfall“ in Carrara-Marmor. Zu seinen letzten Werken gehören Entwürfe für das Tell-Denkmal in Altdorf. – Er war Mitglied des Deutschen Künstlervereins in Rom.

    I. verband den strengen Klassizismus Thorwaldsens mit einem weicheren, lyrisch betonten Stil und – in der reifen Zeit – mit naturalistischer Beobachtung des Modells. Sein Basler Schüler Ferdinand Schlöth (1818–91) hat die von der Theorie her solide untermauerte und übersorgfältige Kunst I.s in den Monumentaldenkmälern von Winkelried in Stans und für die Gefallenen der Schlacht bei St. Jakob in Basel weiterentwickelt.

  • Werke

    Weitere W in Basel, Bern, Zürich (Zentralbibl. u. Kunsthaus). Altdorf (St. Martin), Potsdam (ehemals Stadtschloß, jetzt Park Sanssouci, Orangerie), Schloß Charlottenhof b. Potsdam.

  • Literatur

    E. Prosch, in: Neuj.bl. d. Zürcher Künstlerges., 1870 (P);
    F. Noack, Dt. Leben in Rom, 1907;
    A. Reinle. Kunstgesch. d. Schweiz IV, 1962;
    SKL II, IV;
    ThB;
    HBLS (P).

  • Portraits

    Lith. v. G. Balder, Abb. in: HBLS;
    Radierung v. S. Buff, Abb. b. Prosch, s. L;
    Zeichnung v. C. Vogel v. Vogelstein (Dresden, Kupf.kab.).

  • Autor/in

    Hans A. Lüthy
  • Empfohlene Zitierweise

    Lüthy, Hans A., "Imhof, Heinrich Max" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 151-152 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119264374.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA