Lebensdaten
1758 bis 1840
Geburtsort
Feldsberg (Niederösterreich)
Sterbeort
Kew (England)
Beruf/Funktion
Blumenmaler ; Botaniker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119217945 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bauer, Franz Andreas
  • Bauer, Francis
  • Bauer, Franz

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Zitierweise

Bauer, Franz Andreas, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119217945.html [22.03.2019].

CC0

  • Genealogie

    B Ferdinand Lucas Bauer (s. 1).

  • Leben

    B. beschäftigte sich schon in jungen Jahren mit dem Zeichnen von Blumen. Sein Lehrer in Feldsberg war der Abt des Klosters der Barmherzigen Brüder Norbert Boccius, der sich der beiden talentierten Söhne des Lucas B. annahm und sie ebenfalls in der Botanik|unterwies. Bald nach 1770 siedelten die Brüder nach Wien über. Franz Andreas trat als Blumenmaler in die Dienste des Johann Baptist von Dietrichstein und machte dort die Bekanntschaft des berühmten Blumenmalers und Botanikers N. von Jaquin, des Betreuers der Schönbrunner Gärten, dessen Sohn er nach England begleiten sollte. In diesem Kreis verkehrte auf seinen Reisen durch Europa der englische Botaniker Sir Joseph Banks, der Leiter des Royal Garden in Kew. Dieser nahm B. mit nach England und stellte ihn als Hofmaler König Georgs III. in Kew an. Nebenbei ermöglichte er ihm, sich seinen botanischen Studien zu widmen, und sicherte B. ein festes Jahresgehalt und eine lebenslängliche Rente, so daß der dem Leben gegenüber unbeholfene Künstler sich ganz der Wissenschaft und der Blumenmalerei widmen konnte. Eine selten glückliche Verbindung von bedeutenden künstlerischen Fähigkeiten und wirklichem botanischem Interesse, das beiden Brüdern gemeinsam war, hob sie weit über die üblichen Botanikmaler ihrer Zeit hinaus. Franz B. gab sich im Gegensatz zu seinem Bruder mehr mit der minutiösen Darstellung des Kleinen ab und zeigte neben Arbeiten für mehrere größere Florilegien eine besondere Vorliebe für mikroskopische Zeichnungen. Zu seinen schönsten Blättern gehören neben denen über die Struktur der Orchideen 25 Aquarelle über die Keimung und Entwicklung des Weizens(1813). Seit 1816 arbeitete B. auch mit dem Anatomen Sir E. Home zusammen und veröffentlichte botanische Aufsätze mit eigenen Zeichnungen in den wissenschaftlichen Zeitschriften Englands. Die Royal Society in London machte ihn zu ihrem Mitglied. Seine Arbeiten wurden von Wissenschaftlern wie Künstlern gleich hoch geschätzt. Seine Werke befinden sich teils im British Museum London, im Royal Botanic Garden in Kew, teils im Kupferstichkabinett Berlin und in der Universitäts-Bibliothek Göttingen.

  • Literatur

    ADB II;
    W. Blunt, The Art of Botanical Illustration, London 1951, S. 195-202;
    C. Nissen, Die botan. Buchillustration I, 1951, S. 116-18, II, S. 9 f.;
    Wurzbach;
    ThB;
    Bénézit I, 1948.

  • Autor/in

    Margarete Braun-Ronsdorf
  • Empfohlene Zitierweise

    Braun-Ronsdorf, Margarete, "Bauer, Franz Andreas" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 634 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119217945.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA