Lebensdaten
1876 bis 1942
Geburtsort
Braunschweig
Sterbeort
Hamburg-Altona
Beruf/Funktion
Regisseur ; Theaterleiter ; Theaterhistoriker
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 11896741X | OGND | VIAF: 20480172
Namensvarianten
  • Legband, Paul

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Zitierweise

Legband, Paul, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11896741X.html [22.01.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Johannes (1844–1920), Kaufm., aus niedersächs. Bauernfam.;
    M Anne Krantz (1847–1923);
    1) 1904 Else Oppler, 2) Düsseldorf 1924 Else Lefebore (1890–1959).

  • Leben

    L. studierte 1896-1901 in München neuere Literatur, Kunstgeschichte und Sprachen und wurde mit einer Dissertation über „Münchner Bühne und Literatur im 18. Jh.“ (1904) zum Dr. phil. promoviert. Bis 1902 schrieb er Beiträge für das „Literarische Centralblatt“, für „Bühne und Welt“ und „Münchner Neueste Nachrichten“. 1902 wurde er Redakteur des „Literarischen Echo“ in Berlin und zwei Jahre später Chefredakteur. Er arbeitete als Berliner Theaterkorrespondent für die Bonner Zeitung, den Frank. Kurier, die Tagespost Graz und die Straßburger Post. Seine theaterwissenschaftlichen Studien setzte er mit der kritischen Ausgabe von Christian Schmids „Chronologie des deutschen Theaters“ fort, der er eine Biographie und Charakteristik des Verfassers beifügte (1902). Außerdem gab L. die „Deutschen Literaturdenkmäler des 17./18. Jh. bis Klopstock“ in der Sammlung Göschen heraus (1908). Die Lessinghochschule in Berlin verpflichtete ihn als Lehrer. 1906-11 war L. Direktor der 1905 gegründeten Schauspielschule des Deutschen Theaters. Nun gehörte er zum Mitarbeiterstab Reinhardts in der Dramaturgie; u. a. hatte er die Aufgabe, Regiepartituren Reinhardts in Reinschrift zu übertragen, eine Tätigkeit, die für seine weitere Laufbahn entscheidend wurde. 1911-16 war L. Intendant am neuerbauten Stadttheater in Freiburg i. B., 1917/18 in Straßburg, 1918/19 Oberspielleiter an der Berliner Volksbühne, 1921-25 Intendant an den Vereinigten Stadttheatern Barmen-Elberfeld, 1925 Leiter der Düsseldorfer Freilichtbühne, 1926-27 Oberregisseur und stellvertretender Intendant am Schauspielhaus Stuttgart, 1927-30 Intendant in Mönchen-Gladbach (seit 1929 Vereinigte Stadttheater Gladbach-Rheydt), 1930-33 am Stadttheater Erfurt, 1934-42 am Stadttheater Altona (seit 1938 Deutsches Volkstheater Altona).

    Als Theaterleiter sah L. die Aufgabe der Bühne in der moralischen Wertung der Wirklichkeit; er wollte ein Erzieher des Publikums und Lehrer des Volkes sein. Seine Inszenierungen (mit dem Bühnenbauer Ludwig Sievert) von „Die Räuber“ und „Don Carlos“ wurden als künstlerische Theaterereignisse gewertet. Als Opernregisseur inszenierte er Křeneks „Jonny spielt auf“, Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ und „Die schöne Helena“, aber auch Verdis „Aida“, Richard Strauss' „Ariadne auf Naxos“ und „Rosenkavalier“, Pfitzners „Palestrina“, Mozarts „Die Zauberflöte“, Webers „Oberon“ und Glucks „Iphigenie in Aulis“.

  • Werke

    Nachlaß: Schloß Wahn, Theatermus. d. Univ. Köln.

  • Literatur

    S. Nebelung, Der Regisseur u. Intendant P. L. (1876-1942), Diss. Köln 1971 (W-Verz., Verz. d. Inszenierungen);
    H. Ihering, Der Kampf ums Theater, 1974, S. 87 ff.;
    Dt. Bühnenjb. 1943;
    Kosch, Theater-Lex.

  • Autor/in

    Rolf Badenhausen
  • Empfohlene Zitierweise

    Badenhausen, Rolf, "Legband, Paul" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 60 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11896741X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA