Lebensdaten
1883 bis 1956
Geburtsort
Köln
Sterbeort
Sankt Andrä (Kärnten)
Beruf/Funktion
Jesuit ; Jugendführer
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118685392 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Esch, Ludwig

Orte

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Zitierweise

Esch, Ludwig, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118685392.html [24.02.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Ludwig (1849–1916);
    M Barbara Ohrem (1850–1928) aus Köln.

  • Leben

    Seine Jugend verlebte E. in seiner Geburtsstadt Köln, wo er bereits als Gymnasiast eine ausgezeichnete Fähigkeit zum Organisieren und Führen bekundete. 1902 trat er in die Gesellschaft Jesu ein und wurde 1914 zum Priester geweiht. Als Militärpfarrer wurde er mit der Lösung schwieriger Aufgaben auf fast allen Schauplätzen des 1. Weltkrieges betraut. Nach seiner Rückkehr aus dem Felde beendete E. seine theologischen Studien und wandte sich dann dem Aufbau der katholischen Jugendbewegung zu, wo er die von ihm geforderte berufsständisch spezialisierte Seelsorge verwirklichen konnte. Als Generalsekretär (1919), Bundeskanzler und Bundesführer (1933–39) von „Neudeutschland“ schuf E. eine sehr widerstandsfähige Vereinigung der katholischen akademischen Jugend. So war es ihm möglich, das katholische Leben Deutschlands mitzuformen und auch eine entscheidende Wandlung des deutschen Katholizismus in seinem Verhältnis zur modernen Welt mit herbeizuführen. Nach dem Verbot von „Neudeutschland“ (1939) verstand es E. in der Stille weiterzuwirken und konnte bald nach Beendigung des 2. Weltkrieges mit dem Wiederaufbau des Bundeslebens beginnen und sein Werk festgefügt seinem Nachfolger übergeben.

  • Werke

    Maria u. d. Jugend, 1924, Neudr. u. d. T. Maria im Leben d. Jugend, 1942, 31944; Neue Lebensgestaltung in Christus, 1952; Jesus Christus – Lehrer u. Meister, 1956.

  • Literatur

    Nachruf, in: Mitt. aus d. dt. Prov. d. Ges. Jesu 18, 1, 1957, Nr. 117.

  • Autor/in

    Jolán Gloßner-Gitschner
  • Empfohlene Zitierweise

    Gloßner-Gitschner, Jolán, "Esch, Ludwig" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 641 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118685392.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA