Lebensdaten
1866 bis 1942
Geburtsort
Pradl bei Innsbruck
Sterbeort
Innsbruck
Beruf/Funktion
Schriftsteller
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116831227 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kluibenschädel, Kassian (Pseudonym)
  • Greinz, Rudolf
  • Kluibenschädel, Kassian (Pseudonym)
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Zitierweise

Greinz, Rudolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116831227.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Anton (1838–1902), k. k. Baurat, S d. Bauern Georg u. d. Anna Maria Fellner;
    M Maria (1844–94), T d. Josef Kapferer, Bauunternehmer u. Geschäftsmann, u. d. Agnes Theresia Jennewein;
    3 B, alle schriftstellerisch tätig, u. a. Hugo (1873–1946), Erzähler, Kritiker, Übersetzer, bes. als Vf. viel gelesener Novellen geschätzt (s. L);
    1899 Zoë, T d. George Walter Basevi u. d. Elis. Strach;
    1 T.

  • Leben

    G. wächst mit seinen Brüdern in Pradl und danach in Salzburg auf. Er wendet sich bereits während seines Studiums der Dichtung zu. Am Anfang stehen historische Erzählungen, die noch den Einfluß C. F. Meyers verraten. In München wird er Mitarbeiter der „Jugend“ und schreibt unter dem Decknamen Kassian Kluibenschädel (Schädelspalter) politische Satiren. Daneben erscheinen die ersten Tiroler Dorfgeschichten, ausgezeichnet durch scharfe Beobachtung und realistische Kraft der Darstellung. Als Ganzes muten die rund 100 Dorfgeschichten an wie ein umfassendes Aufgebot des Tiroler Landvolks. Sie sichern dem Verfasser einen dauernden Namen als Darsteller urwüchsigen, erdverbundenen Menschentums. – Später gewinnt das Romanschaffen größeren Umfang. Heimatromane, größtenteils in Südtirol angesiedelt, Frauen- und Eheromane gewinnen dem Dichter eine wachsende Lesergemeinde. Die einzelnen Romane sind von unterschiedlichem Wert; aber alle sind sie gut gebaut. G. besitzt ein ausgeprägtes Gefühl für Architektonik. Mit sicherer Hand sind dankbare Motive aus dem Leben gegriffen; ein klares Gefühl leitet den Verfasser bei der Wahl der Titel. – Neben dem epischen Werk tritt das lyrische und dramatische Schaffen stark zurück. Von den Bühnenstücken hat sich die „Thurnbacherin“ (1910) dank der straff geführten Handlung und der sicheren Zeichnung der Charaktere auf der Bühne behauptet.

  • Werke

    Weitere W u. a. Erzählbde.: Im Hergottswinkel, 1905;
    Bergbauern, 1906;
    Ausm hl. Landl, 1908;
    Unterm roten Adler, 1915;
    Tiroler Leut, 1926;
    Über Berg u. Tal, 1927;
    Die Pforten d. Ewigkeit, Legenden, 1921. - Romane:
    Das stille Nest, 1907;
    Das Haus Michael Senn, 1909;
    Allerseelen, 1910;
    Äbtissin Verena, 1915;
    Der Garten Gottes, 1919;
    Kgn. Heimat, 1921;
    Der Hirt vom Zenoberg, 1922;
    Golgatha d. Ehe, 1929;
    Die ewige Macht, 1936;
    Der steile Weg, 1940. - Ausw.bde.:
    Tiroler Geschichtenbuch, 1942;
    Allerhand Leut, 1946 (mit Biogr. u. Würdigung, P).

  • Literatur

    L (s. a. W) P. Rossi, R. G., 1926;
    Kosch, Lit.-Lex.;
    ÖBL (beide auch f. B. Hugo).

  • Portraits

    Ölgem. v. E. Grützner (etwa 30j.) (im Ansitz Rosenegg, Aldrans b. Innsbruck);
    Phot. (ebd.), Abb. in: Allerhand Leut, s. W.

  • Autor/in

    Stefan Ott
  • Empfohlene Zitierweise

    Ott, Stefan, "Greinz, Rudolf" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 39 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116831227.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA