Lebensdaten
1765 – 1840
Geburtsort
Sonneberg
Sterbeort
Aschersleben
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116830603 | OGND | VIAF: 76570286
Namensvarianten
  • Greiling, Johann Christoph
  • Greiling, J. C.
  • Greiling, Johannes Christoph
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Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Greiling, Johann Christoph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116830603.html [21.02.2024].

CC0

  • Biographie

    Greiling: Johann Christoph G., evangelischer Theologe, geb. am 21. Dec. 1765 in Sonneberg, einem thüringischen Städtchen, wo sein Vater Orgelbauer war, am 3. April 1840 als Oberhofprediger zu Aschersleben. Im 15. Jahre bereits Candidat des Schulamts, wurde er bald darauf Secretär des Geheimraths Gruner in Coburg und hier befriedigte sich auch sein Verlangen, zu gelehrten Studien sich vorzubereiten, indem er das dortige Casimirianum besuchte. Aeußere Umstände nöthigten ihn jedoch, den bisherigen philologischen Studien zu entsagen und sich der Theologie zu widmen. 1788 verließ er die Universität Jena und ward Hofmeister bei dem Oberlandjägermeister v. Böhlau zu Döben in Kursachsen und gab hier (1793) sein erstes Buch heraus: „Ueber den Entzweck der Erziehung und über die ersten Grundsätze der Wissenschaft derselben“. Ein Jahr darauf folgten die damals viel gelesenen „Philosophischen Briefe über die Grundsätze der religiös-sittlichen Erziehung“, 1794. Im J. 1795 ging G. als Hauslehrer zu dem Hofrath v. Grießheim in Klein-Zschocher bei Leipzig, wurde 1797 Pastor in Schochwitz im Mansfeldischen und 1798 zu Neu-Gattersleben im Magdeburgischen. Hier bearbeitete er seine „Praktischen Kanzelvorträge aus Kant's Schriften gezogen", 1798—1804, 6 Bde., und 1799 seine „Neue Materialien zu Kanzelvorträgen". Großen Beifall fanden seine „Hierapolis“, 1802, und seine „Theorie der Popularität“, 1805. Diese seine schriftstellerischen Arbeiten sowie sein Ruf als Prediger verschafften ihm 1805 die Oberhofpredigerstelle zu Aschersleben, auch wurde er 1830 von der Jenaer Universität mit der theologischen Doctorwürde ausgezeichnet. G. war ein klarer und lichtvoller Kanzelredner, der mit Kraft und Nachdruck die Herzen anzuregen und zu rühren wußte. In seinen pädagogischen Schriften war er, zu ihrer Zeit mit vielem Erfolge, bemüht, die Grundsätze Kant’scher Philosophie auf die Erziehungslehre anzuwenden. Eines seiner vorzüglichsten durch geschmackvolle Darstellung wie durch tiefes Gefühl und reiches Wissen gleich ausgezeichneten Werke ist: „Die biblischen Frauen“, 1814—15, 2 Thle.

    • Literatur

      Allgem. Repertor. d. theol. Lit. 1849, S. 206—7. Röhr, Prediger-Bibliothek, Bd. XXX, 117—20. Hergang. Pädagog. Biographien 1848, S. 97—100.

  • Autor/in

    J. Franck.
  • Zitierweise

    Franck, Jakob, "Greiling, Johann Christoph" in: Allgemeine Deutsche Biographie 9 (1879), S. 634 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116830603.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA