Lebensdaten
1860 bis 1939
Geburtsort
Hofgeismar
Sterbeort
Schwerin (Mecklenburg)
Beruf/Funktion
Schriftstellerin
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116569549 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eschstruth, Natalie Auguste Karoline Amalie Hermine von
  • Knobelsdorff-Brenkenhoff, Nataly von (verheiratete)
  • Knobelsdorff-Brenkenhoff, Natalie Auguste Karoline Amalie Hermine von (verheiratete)
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Zitierweise

Eschstruth, Nataly von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116569549.html [15.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Hermann (1829–1900), preußischer Major, S des Georg (1798–1882), auf Schöneichen, hessen-kasselischer Oberst, Oberlandesgestütsdirektor zu Beberbeck (aus 1773 geadeltem hessischem Geschl.), u. der Rittergutsbesitzerstochter Luise Zinn;
    M Amalie (1836–1914), T des Wilh. Frhr. Schenck zu Schweinsberg, auf Schmidthof b. Marburg, u. der Amalie Braune; Urgroßonkel väterlicherseits Hans Adolph Frdr. (1756–92), Hofgerichtsrat, Musikschriftsteller u. Komp. in Marburg u. Kassel, seine v. echter Musikalität zeugenden, v. Zeitgenossen geschätzten Lieder, Oden u. Chöre gehören in den Umkreis der Berliner Liederschule;
    Berlin 1890 Franz v. Knobelsdorff-Brenkenhoff (1857–1903), preußischer Major;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    Bereits mit 15 Jahren veröffentlichte E. „Schweizer Novellen“. Die Großherzogin Caroline von Mecklenburg-Strelitz, V. von Scheffel und Georg Ebers regten sie zu historischen Dramen an. Bei häufigen Reisen und oft wechselndem Aufenthalt bevorzugte sie Berlin (1871-73, 1882-90, 1905-07) und Schwerin (1892-1903, 1922-39). Hier gehörte sie als gebender Teil dem Zirkel um das ihr befreundete Herzogspaar Johann Albrecht an; dort, im Kreis um den Verleger K. Toeche-Mittler, erlebte sie unter anderem Strindberg, Ibsen und Kainz. Briefwechsel, Geselligkeit und Freundschaft verbanden sie mit vielen weiteren Künstlern, Gelehrten und hohen Aristokraten; ihre zahlreichen Novellen und Romane spiegeln jedoch nur das Äußere dieser Umwelt. In naiv-nationaler Haltung, mit bezeichnenden Titeln wie „In Ungnade“ (1891, 51898), „Polnisch Blut“ (81913), „Der Stern des Glücks“ (1896, zuletzt 1929) oder „Hofluft“ (91899) bleiben sie ohne literarische Bedeutung, auch beim Thema der Emanzipation (Jedem das Seine, 1903) oder der Rettung aus Seenot (Die Bären von Hohen-Esp, 1902, 121913, geschrieben auf Wunsch Kaiser Wilhelms II.). Die Charakterisierung gelangt über das Idealisierend-Typenhafte nicht hinaus, die Sinngebung erschöpft sich meist in der wirkungsvoll hinausgezögerten, glücklichen Vereinigung von Frauenschönheit und männlicher Tugend. Jedoch gewannen ihr die Vertrautheit mit Milieu, Lebensformen und Umgangston der Gesellschaft in Verbindung mit Erfindungsgabe und Glätte der Darstellung zwischen 1880 und 1930 unzählige, vorwiegend bürgerliche Leser aller Altersschichten. – Große goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft von Baden, Bayern und Mecklenburg-Schwerin.

  • Werke

    Ges. Werke, hrsg. v. H. Costenoble, 24 Bde., 1899-1901; Ill. Romane u. Novellen, 1899-1902 (5 Serien v. je 9-11 Bde.);
    Ill. Romane u. Novellen in 100 Lfg. zu je 32 S., 1929/30. – Briefwechsel mit V. v. Scheffel vor d. Veröff. 1945 vernichtet. – Qu.: Mitt. v. D. v. Knobelsdorff-Brenkenhoff. – L zu Ur-Groß-Ov Hans Adolph Frdr.: ADB VI;
    Strieder 18, S. 144-48 (W);
    M. Friedländer, Das dt. Lied im 18. Jh., 1902 (W); H. Engel, Die Musikpflege an d. Philipps-Univ. Marburg, 1957.

  • Portraits

    in Bes. d. Fam. in Osnabrück-Haste.

  • Autor/in

    Christoph Petzsch
  • Empfohlene Zitierweise

    Petzsch, Christoph, "Eschstruth, Nataly von" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 651 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116569549.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA