Lebensdaten
1843 bis 1934
Geburtsort
Langenthal Kanton Bern
Sterbeort
Küsnacht Kanton Zürich
Beruf/Funktion
Mathematiker ; Professor in Zürich
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 116500905 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Geiser, Karl Friedrich
  • Geiser, Friedrich
  • Geiser, Karl Friedrich
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Zitierweise

Geiser, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116500905.html [12.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich (1816–57), Metzger, S d. Metzgers Friedrich in L. u. d. Anna Barbara Hofer;
    M Elisabeth (1815–92), T d. Daniel Begert;
    Groß-O Jac. Steiner ( 1863), Mathematiker;
    Zürich 1872 Emma (1842–99), T d. Eduard Geßner in Zürich u. d. Susanna Brunner;
    3 T.

  • Leben

    Nach je 4 Semestern Studium am wenige Jahre zuvor gegründeten Polytechnikum in Zürich und an der Universität Berlin, wo ihm sein Großonkel J. Steiner förderlich war, wurde G. 1863 Dozent, 1873 ordentlicher Professor am Polytechnikum Zürich, dem er bis zur Versetzung in den Ruhestand (1913) treu blieb. - G. hat sich hervorragende Verdienste um die Entwicklung der schweizerischen höheren Bildungsanstalten erworben, zumal um das Polytechnikum, dem er 10 Jahre (1881–87 und 1891-95) als Direktor vorstand. Mit vielen Persönlichkeiten des politischen und wirtschaftlichen Lebens, dazu mit fast allen bedeutenden Mathematikern der umliegenden Länder persönlich bekannt, enger Berater des jeweiligen Schulratspräsidenten, hat G. innerhalb des Lehrkörpers für die Heranziehung hervorragender Gelehrter, innerhalb seiner Abteilung für ein hohes Unterrichtsniveau - ihm oblag vor allem die Ausbildung der Lehramtskandidaten in algebraischer Geometrie, Differentialgeometrie und Invariantentheorie -, innerhalb der Verwaltung als Schöpfer der Witwen- und Waisenkassen erfolgreich gewirkt. Nicht zuletzt reorganisierte er als 1. Präsident der Eidgenössischen Maturitätskommission den Mittelschulunterricht als Vorbereitung auf das Polytechnikum. - G.s wissenschaftliche Arbeiten befaßten sich meist mit der algebraischen Geometrie. So klärte er den Zusammenhang der 28 Doppeltangenten der ebenen Quadrik mit den 27 Geraden der kubischen Fläche auf. Eine von ihm gefundene Involution trägt seinen Namen. Sein Interesse beanspruchten ferner die Minimalflächen. Er untersuchte den Schnitt einer algebraischen Minimalfläche mit der unendlich fernen Ebene, auch bestimmte er alle algebraischen Minimalflächen. Große Verdienste erwarb sich G. durch die Herausgabe unveröffentlichter Vorlesungen und Abhandlungen von J. Steiner.

    1897 Veranstalter u. Präsident des 1. internationalen Mathematikerkongresses in Zürich, Mitbegründer, Präsident und Ehrenmitglied der Gesellschaft ehemaliger Polytechniker, 1898-1904 Zentralpräsident der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft, Dr. ehren halber der Mathematik (ETH Zürich 1918).

  • Literatur

    L. Kollros, in: Verhh. d. Schweizer. Naturforsch. Ges. 115, 1934, S. 522-28 (W-Verz., P);
    E. Meissner u. F. R. Scherrer in: Vj.schr. d. Naturforsch. Ges. in Zürich 79, 1934, S. 371-76 (W-Verz.);
    A. Emch, in: Nat. Mathematics Mgz. Louisiana 12, Baton Rouge 1938, S. 287-89 (P);
    HBLS (W);
    Pogg. III-VII a.

  • Autor/in

    Johann Jakob Burckhardt
  • Empfohlene Zitierweise

    Burckhardt, Johann Jakob, "Geiser, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 154 -155 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116500905.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA