Lebensdaten
1834 bis 1918
Geburtsort
Malmedy
Sterbeort
Bonn
Beruf/Funktion
Dermatologe
Konfession
katholisch,altkatholisch
Normdaten
GND: 116190892 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Doutrelepont, Louis Guillaume Joseph
  • Doutrelepont, Joseph
  • Doutrelepont, Louis Guillaume Joseph

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Zitierweise

Doutrelepont, Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116190892.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus alter Malmedyer Lederfabrikantenfamilie;
    V Joseph (1803–81), Lederfabrikant in Malmedy, S des Louis (1772–1862), Lederfabrikant u. Bgm. in Malmedy, preußischer KR, u. der Marie-Barbe de Faymonville;
    M Catherine (1801–57), T des Jos. Clément Doutrelepont (1765–1832), Lederfabrikant; Großonkel väterlicherseits Joseph Servatius d'Outrepont (1776–1845), Prof. der Geburtshilfe in Würzburg (s. ADB 22); Großtante väterlicherseits Marg. Henr. Thérèse ( Pierre Ignace Jos. de la Saulx de Knoppenburg, 1759-1831, Dr.iur., Mitgl. der Zentralverwaltung v. Aachen 1795, zuletzt preußischer Oberappellationsrat in Köln);
    1861 Marie (1840–92), T des Tuchfabrikanten Peter Bettendorf aus Aachen u. der Hubertine Rhenasteine;
    3 S, 1 T.

  • Leben

    D. war nach Abschluß des Medizinstudiums (Berlin 1858) Schüler des Chirurgen Wilhelm Busch in Bonn, habilitierte sich 1863 für Chirurgie und Ophthalmologie und wandte sich 1876 der Dermatologie zu, die damals an den Universitäten als neues Fach aufstrebte. Bereits 1882 wurde seine Initiative durch die Schaffung einer selbständigen Hautklinik an der Universität Bonn anerkannt. 1869 wurde er zum außerordentlichen Professor, 1894 zum ordentlichen Honorarprofessor ernannt. Bei seiner Emeritierung (1910) gehörte seine Klinik zu den führenden Anstalten des Faches. Seit 1882 widmete er sich ausschließlich den Haut- und Geschlechtskrankheiten; besonders beschäftigten ihn Ätiologie und Therapie des Lupus vulgaris. Bereits 1883 konnte er bestätigen, daß sich aus Lupus-Gewebe Tuberkelbazillen züchten lassen. Die Therapie der Hauttuberkulose hat er chirurgisch und physikalisch (Licht, Röntgenstrahlen) gefördert. Als erster hat er in tertiären syphilitischen Hautveränderungen den Erreger nachgewiesen.

  • Werke

    Versuche üb. d. Übertragung d. Carcinome v. Thier auf Thier, in: Virchows Archiv 45, 1869; Tuberkelbacillen im Lupus, in: Mhh. f. prakt. Dermatol. 2, 1883;
    Die Ätiologie d. Lupus vulgaris, Kopenhagen 1884;
    Über d. Bedeutung d. Hauttuberkulose, 1912; W-Verz. in: Kukula.

  • Literatur

    K. Grouven, in: Dt. med. Wschr. 30, 1904, S. 1030 (P);
    ders. in: Archiv f. Dermatol. u. Syphilis 127, 1919;
    J. Fabry, in: Dermatolog. Wschr. 66, 1918;
    E. Hoffmann, in: Dermatolog. Zs. 25, 1918;
    K. Schmiz, Die med. Fak. d. Univ. Bonn 1818-1918, 1920;
    W. Schönfeld, Kurze Gesch. d. Dermatol. u. Venerologie, 1954;
    Pagel (W, P);
    BLÄ II u. Erg. Bd.

  • Portraits

    Bronzebüste v. F. Bürger (Eingangshalle d. Dermatolog. Univ.-Klinik, Bonn).

  • Autor/in

    Johannes Steudel
  • Empfohlene Zitierweise

    Steudel, Johannes, "Doutrelepont, Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 89 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116190892.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA