Lebensdaten
erwähnt 929, gestorben 962
Sterbeort
Sankt Trond (Diözese Lüttich)
Beruf/Funktion
Bischof von Metz
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 104213884 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Adalbero
  • Adelbero
  • Adelbero I.
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Zitierweise

Adalbero I., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd104213884.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Wigerich, Pfalzgraf von Aachen;
    M Kunigunde, zuletzt Witwe des Grafen Richwin im Moselgau, T der Ermentrude (?);
    B Friedrich Herzog von Oberlothringen, Stief-B Siegfried, Graf von Luxemburg;
    N Adalbero, Gegenbischof von Trier.

  • Leben

    Mit der Reform des Klosters Gorze (Urkunde von 12.12.933) und der Einsetzung des Abtes Ainold gab Adalbero der lothringischen Reformbewegung einen mächtigen Impuls. 942 führte er Gorzer Mönche nach St. Arnulf (Kollegiatkirche seit dem 9. Jahrhundert), reformierte bis 960 die Abteien St. Felix, St. Glodesindis und St. Peter in Metz und war Abt von St. Trond, das altes Metzer Eigenkloster war. Adalbero verteidigte im lothringischen Aufstand Metz gegen Otto I. und vermittelte mit Herzog Konrad von Lothringen den Frieden zwischen Hugo dem Großen und Ludwig IV. Bei Konrads Aufstand gegen Otto I. (954) stand er auf kaiserlicher Seite. Anfangs in St. Trond begraben, wurde er im 16. Jahrhundert in St. Arnulf beigesetzt. – Adalbero erhielt den Ehrentitel Vater der Mönche. Die Gorzer Reform bildete die Grundlage für die Reform der Reichsklöster in ottonisch-salischer Zeit.

  • Literatur

    ADB I (unter Adelbero);
    Vita Joh. Gorziensis in: IV, S. 348, u. Urk. Karls d. Einfältigen (undatiert) für Lüttich (über d. wahrsch. kgl. Abstammung A.s);
    M. Meurisse, Histoire des Evesques de l'église de Metz, Metz 1634;
    A. Calmet, Histoire ecclésiastique et civile de Lorraine I, Nancy 1728, S. 359;
    K. Wichmann. A.s I. Schenkungsurk f. d. Arnulfkloster u. ihre Fälschung, in: Jb. d. Ges. f. Lothring. Gesch. 2, 1890, S. 306 bis 319;
    ders., A. I., Bischof v. Metz, ebenda, 3, 1891, S. 104-75;
    R. Parisot, Le royaume de Lorraine sous les Carolingiens, Paris 1898, S. 343 ff.;
    V. Chatelain, Le comté de Metz et la vouerie épiscopale du VIIIe au XIIIe siècle, in: Jb. d. Ges. f. Lothring. Gesch. 10, 1898, 13, 1901;
    F. Chaussier, in: Revue ecclésiastique de Metz, 2e année, Metz 1891/92, S. 23;
    Hauck III, S. 353 ff., 999;
    C. Wampach, Gesch. d. Grundherrschaft Echternach im FrühMA, = Publications de la Section historique de l'Institut de Luxembourg, Bd. 63, Luxemburg 1929, S. 209 ff.;
    Wattenbach-Holtzmann I, 1939;
    H. Renn, Das erste luxemburg. Grafenhaus, = Rhein. Archiv, H. 39, 1941;
    C. Hallinger, Studia Anselmiana 22-23, Gorze-Cluny, in: Stud. z. d. monast. Lebensformen u. Gegensätzen im HochMA, 1950/51;
    Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques I, 1912. Sp. 431-33;
    LThK;
    A. Schütte, Hdb. d. dt. Hll., 1941, S. 22;
    Enc. Catt. I, 1949.

  • Autor/in

    Eugen Ewig
  • Empfohlene Zitierweise

    Ewig, Eugen, "Adalbero I." in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 40-41 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104213884.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Adelbero I.: Adalbero, seit 929 Bischof von Metz, 26. April 964, Sohn des Pfalzgrafen Wigerich zu Aachen, Bruder des Grafen Siegfried von Luxemburg, einer der ausgezeichnetsten Prälaten seiner Zeit, von weithin reichendem Einfluß. Den geistlichsten unter den Edelen und den edelsten unter den Christen nennt ihn Sigebert im Leben Guiberts v. Gemblours. Wegen seines reformatorischen Eifers in den Klöstern hieß man ihn den Vater der Mönche. Um die in Verfall gerathene Abtei von St. Trond, welche bis 1227 unter Metz stand, mit fester Hand reformiren zu können, nahm er 944 selbst die Würde des Abtes an. Dort starb er.

    Adalbero III., Bruder des Grafen Giselbert von Luxemburg, bestieg den Metzer Stuhl nach seinem Oheim Dietrich ( 30. April 1046), ausgezeichnet durch Frömmigkeit und Bildung, durch Klugheit in der Leitung seines Stiftes und durch politischen Einfluß. Er war der Lehrer des Bischofs Bruno von Toul, der als Leo IX. den päpstlichen Stuhl bestieg. Der von Heinrich III. gehaltenen Wormser Versammlung, auf der Leo's Wahl stattstand, wohnte er bei; ebenso dem römischen Concil von 1050, auf welchem Bischof Gerhard von Toul canonisirt ward. Kaiser Heinrich IV. verlieh ihm die Grafschaft Saarbrücken. Er starb 12. Nov. 1070.

    • Literatur

      Schötter, Ueber d. früh. Gesch. d. Grafschaft Luxemburg, S. 32. — Biog. nat. de Belg.

  • Autor/in

    Sch. — Alb. Th.
  • Empfohlene Zitierweise

    Sch.; Alberdingk, Thijm, "Adalbero I." in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 52 unter Adelbero [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104213884.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA