Lebensdaten
1649 bis 1697
Geburtsort
Halle (Saale)
Sterbeort
Weißenfels
Beruf/Funktion
Herzog von Sachsen-Weißenfels
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 104176865 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Johann Adolf I. von Sachsen-Weißenfels
  • Johann Adolf I.
  • Johann Adolf I. von Sachsen-Weißenfels
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Johann Adolf I., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd104176865.html [15.10.2019].

CC0

  • Leben

    Johann Adolf I., Herzog von Sachsen-Weißenfels, geb. zu Halle am 2. Nov. 1649, vermählt am 25. Nov. 1671 mit Johanna Magdalena von Sachsen-Altenburg und nach deren Tode (22. Jan. 1686) am 3. Febr. 1692 mit Christiane Wihelmine v. Bünau (gest. 24. April 1707), folgte seinem Vater August am 4. Juni 1680 in der Regierung, schlichtete durch den Vertrag zu Torgau am 12. Mai 1681 und durch den Elucidationsvergleich zu Dresden vom 12. Sept. 1682 die aus dem Testamente Kurfürst Johann Georgs I. herrührenden Mißhelligkeiten mit Kursachsen, verkaufte zur Bestreitung der väterlichen Schulden das Amt Burg an Brandenburg, vollendete den Bau der Neu-Augustusburg zu Weißenfels und starb am 24. Mai 1697. —

    Sein jüngster Sohn Johann Adolf II., geb. am 4. Sept. 1685, begann seine militärische Laufbahn im spanischen Erbfolgekriege in hessen-kasselschen Diensten, vertauschte diese aber 1711 mit den kursächsischen und nahm als Generalmajor Theil am Kriege gegen die Schweden. 1714 zum Generallieutenant befördert, befehligte er 1716 die 6000 Mann Sachsen, welche dem Kaiser nach Ungarn zu Hilfe geschickt wurden; seit 1723 General der Cavallerie, führte er 1733 den Oberbefehl über die sächsischen Truppen in Polen, ebenso den über das sächsische Heer im ersten und zweiten schlesischen Kriege. Er gab sich große Mühe, dasselbe in tüchtigen Stand zu setzen, sah aber seine Bestrebungen größtentheils durch die Brühl'sche Mißwirthschaft vereitelt. Am 12. Dec. 1745, also unmittelbar vor der Schlacht bei Kesselsdorf, legte er den Oberbefehl theils aus Rücksicht auf seine Gesundheit, theils aus Unzufriedenheit über den Gang der Operationen nieder. Am 28. Juni 1736 war er seinem Bruder Christian in der Regierung gefolgt; es gelang ihm, die zerrütteten Finanzen des Ländchens zu ordnen; 1739 fiel ihm nach dem Tode des letzten Herzogs von Barby auch diese Grafschaft zu. Er vermählte sich am 8. Mai 1721 mit Johanna Antoinette Juliane von Sachsen-Eisenach (gest. am 13. April 1726), in zweiter Ehe am 27. Nov. 1736 mit Friederike von Sachsen-Gotha (gest. am 12. Mai 1775), da aber seine sämmtlichen Kinder in zartem Alter starben, so erlosch mit seinem Tode, 16. Mai 1746, die Linie Sachsen-Weißenfels und ihr Ländchen fiel an Kursachsen zurück.

    • Literatur

      Gabler, Die Fürstengruft auf Neu-Augustusburg oder die Herzöge von Sachsen-Weißenfels und Querfurth. Weißenfels 1844. Hercules Saxonum, d. i. merkwürdiges Leben und gloriose Thaten Johann Adolphs zu Sachsen. Frankfurt u. Leipzig 1744.

  • Autor/in

    Flathe.
  • Empfohlene Zitierweise

    Flathe, Heinrich Theodor, "Johann Adolf I." in: Allgemeine Deutsche Biographie 14 (1881), S. 386 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104176865.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA