Lebensdaten
erwähnt 1422, gestorben vor 1456
Beruf/Funktion
Philosoph
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 102551189 | OGND | VIAF: 134148449690515690727
Namensvarianten
  • Theodorici de Amsterdam, Nicolaus
  • Amsterdam, Nicolaus Theodorici de
  • Theodorici de Amsterdam, Nicolaus
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Amsterdam, Nicolaus Theodorici de, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102551189.html [03.03.2021].

CC0

  • Leben

    Amsterdam: Nicolaus Theodorici de A., scholastischer Philosoph, vor 1456. Geburtsjahr, Herkunft und Jugendverhältnisse sind nicht mit Sicherheit festzustellen. Als „magister Erfordiensis“ nach Rostock gekommen, ward er daselbst 1422 in die artistische oder philosophische Facultät recipirt und erlangte das Baccalaureat in der theologischen und juristischen Facultät. Innerhalb der Jahre 1425—36 bekleidete er 8 Mal das Dekanat und 1426 das Rectorat. Als das Baseler Concil 1435 die Stadt Rostock mit Bann und Interdict belegte und die Universität, einer Einladung des Bürgermeisters Rubenow folgend, ihre Uebersiedelung nach Greifswald beschloß, führte A. daselbst 1438 das Dekanat der Artistenfacultät, und blieb mit 4 anderen Professoren in der neuen Heimathstadt auch nach der mit d. J. 1443 erfolgenden Rückkehr seiner übrigen Amtsgenossen. Unter seinen Collegen scheint er in der scholastischen Wissenschaft den höchsten Ruhm erlangt zu haben; in Rostock empfing er die Würde eines quotlibetarius, d. h. eines Gelehrten, welcher unvorbereitet über alle philosophischen Sätze pro et contra zu disputiren hatte. — Seinen Freund Rubenow unterstützte er bei der Schaffung der Greifswalder Universität, erlebte aber die Eröffnung der neuen Hochschule 1459 nicht mehr. Als Rubenow's Lehrer und Freund wird er auch mit diesem und 5 anderen früheren Rostocker Amtsgenossen auf einem 1460 angefertigten und noch in der Greifswalder Kirche vorhandenen Gemälde dargestellt. — Handschriftliche „Quaestiones metaphysicae“ von ihm bewahrt die dortige Kirchenbibl. zu St. Nicolai.

    • Literatur

      Pyl, in den Baltischen Studien XXI. I, 110. — Derselbe, Pommersche Geschichtsdenkmäler III. 36 ff., 86 ff. —
      Krabbe, die Universität Rostock I. 50 ff. — Kosegarten, Gesch. d. Univers. Greifswald I. S. 29.

  • Autor/in

    Häckermann.
  • Empfohlene Zitierweise

    Häckermann, Adolf, "Amsterdam, Nicolaus Theodorici de" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 417 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102551189.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA