Lebensdaten
1735 bis 1810
Beruf/Funktion
Abt von Wessobrunn ; Kanonist ; Benediktiner
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 101080484 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kleinmayrn, Ferdinand
  • Kleinmayrn, Johann Damascen von
  • Kleinmayrn, Ferdinand
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Zitierweise

Kleinmayrn, Johann Damascen von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd101080484.html [19.06.2019].

CC0

  • Leben

    Kleinmayrn: Johann (Ferdinand, später mit dem Ordensnamen D.) Damascen v. K., geb. zu Zell im Zillerthal am 19. Oct. 1735, zu Landsberg (Baiern) am 25. Mai 1810. Er trat 1751 in das Benedictinerstift Wessobrunn, studirte im Hausstudium und darauf in Rom Theologie, nachdem er 1758 die Priesterweihe empfangen hatte, die Rechte in Salzburg, erhielt 1762 die Professur des canonischen Rechts und der Moral in dem gemeinsamen Studium der baierischen Venedietiner, 1767 die der Exegese und griechischen Sprache, ward von 1770—73 mit der Seelsorge zu Isseldorf und Schwarzach betraut, bekam unmittelbar nach seiner am 3. Nov. 1773 zu Salzburg erfolgten Promotion zum Dr. jur. hier die Professur des canonischen Rechts mit dem damit verbundenen Charakter eines Geistlichen Ruths, wurde am 21. Jan. 1788 zum Rector der Universität und Geheimrath ernannt. Nachdem er im folgenden Jahre, um Corb. Gärtner Platz zu machen, die Professur, am 7. Mai 1792 auch das Rectorat niedergelegt hatte, zog er sich in sein Stift Wessobrunn zurück, in der Seelsorge in Pilgertshofen thätig. Am 17. April 1798 wurde er zum Abte seines Stifts gewählt, nach dessen Säcularisation er in Landsberg sich zur Ruhe setzte. Er verfaßte mehrere Gelegenheitsschriften, z. B. über das theologische Studium der baierischen Benedictiner, edirte Zallwein's Princ. jur. eccles., außerdem veröffentlichte er: „Vetus et nova disciplina de proprio ordinandorum episcopo“, Tegernsee 1763; „Meine Gedanken von den Gränzen der gesetzgebenden Gewalt und Gerichtsbarkeit der Kirche“, Frankf. und Leipz. 1782 (anonym). Sein Standpunkt ist der gut kirchliche, gleichzeitig aber gesteht er dem Staate die volle Berechtigung zur Ordnung aller in sein Gebiet fallenden Sachen zu. Die ihm beigelegte „Exercitatio acad. de conciliis apostolorum“, Salzb. 1779, soll nach der Behauptung des Recensenten von Weidlich's Biogr. Nachr. in Allg. jur. Bibl., IV, 49, ein Salzburger Venedictiner, Prof. Schwarzhuber, geschrieben haben.

    • Literatur

      Litteratur in meiner Geschichte d. Quellen, III, 1, S. 251.

  • Autor/in

    v. Schulte.
  • Empfohlene Zitierweise

    Schulte, von, "Kleinmayrn, Johann Damascen von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 16 (1882), S. 105 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd101080484.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA