• Leben

    Königsdorfer: Bernard, mit seinem Ordensnamen Cölestin K., katholischer Geistlicher, geb. am 18. August 1756 zu Flotzheim im Herzogthum Pfalz-Neuburg (oberen Donaukreise), 1840 zu Donauwörth. Er machte seine Gymnasial- und philosophischen Studien bei den Jesuiten in Augsburg, trat 1777 in die Benedictinerabtei zum heiligen Kreuz in Donauwörth und machte seine theologischen Studien zuerst in diesem Kloster, dann in Ingolstadt. 1780 wurde er zum Priester geweiht, 1785 als Lehrer in seinem Kloster angestellt, 1790 als Professor der Physik nach Salzburg berufen. 1794 wurde er zum Abt gewählt. Nach der Aufhebung der Abtei blieb er in Donauwörth wohnen. Außer Predigten (1814) und einigen kleineren Schriften hat er eine „Geschichte des Klosters zum heiligen Kreuz in Donauwörth“ in 3 Bänden, 1819—29, herausgegeben.

    Sein älterer Bruder Martin K., geb. am 20. October 1752 zu Flotzheim, machte seine Studien bei den Jesuiten in Augsburg und an der Universität in Dillingen, wurde 1777 zum Priester geweiht, war an mehreren Orten als Hülfsgeistlicher thätig, wurde 1795 Pfarrer zu Lutzingen bei Höchstädt und starb am 7. März 1835. Er hat mehrere Bände Predigten u. dgl. veröffentlicht, die zum Theil wiederholt aufgelegt wurden, unter anderem: „Katholische Christenlehren“, 2 Bde., 1805, 6. Aufl. 1846; „Katholische Homilieen“, 2 Bde., 1817, 4. Aufl. herausgegeben von K. Egger, 1837; „Christliche Kinderzucht, 6. Aufl., herausgegeben von K. Egger, 1855.

    • Literatur

      Felder, Gel.-Lex., I. 401, 405.

  • Autor/in

    Reusch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Reusch, Heinrich, "Königsdorfer, Cölestin" in: Allgemeine Deutsche Biographie 16 (1882), S. 523 unter Königsdorfer, Bernard [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100195717.html#adbcontent

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