Lebensdaten
gestorben 16. Jahrhundert
Beruf/Funktion
sächsische Orgelbauerfamilie
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 13977002X | OGND | VIAF: 102618888
Namensvarianten
  • Becke
  • Beck
  • Becke

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Zitierweise

Beck, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13977002X.html [26.07.2021].

CC0

  • Leben

    Drei Generationen hindurch stellte die Familie B. weithin anerkannte „Orgelmacher“. Der älteste, Hans B. (* um 1490, zwischen 1557 und 1560), lebte in Großenhain und erbaute von hier aus mehrere Orgeln im sächsischen Raum (Halle, Delitzsch, Oschatz). Die Wertschätzung seines Wirkens äußert sich u. a. darin, daß sein zweiter Sohn Esajas B.Beck (* um 1540 Großenhain, 8.4.1587 Halle, 1577 Jungfer Barbara Grübers aus Großenhain) auf Kosten der Stadt Großenhain zum Studium in die „Fürstenschule“ Schulpforta gesandt wurde (29.9.1554), so daß er später zugleich als clarus organorum musicorum architectus und als vir doctus bezeichnet werden konnte. Im Handwerk vermutlich durch den Vater ausgebildet, übernahm er dessen Arbeitsbeziehungen und wurde der um 1570-80 führende Orgelbaumeister im Raum Halle, wo er um 1564 das Bürgerrecht erwarb. Neue Orgeln baute er in Löbejün, Halle, Bitterfeld und Naumburg; in Leipzig und Aschersleben führte er Reparaturen durch. Auch sein älterer Bruder Anton B. ( 1563) war Orgelmacher, jedoch sind von ihm nur kleinere Arbeiten bekannt (Delitzsch, Halle). Um so mehr ragt sein in Halberstadt ansässiger Sohn David B.Beck (* wohl vor 1565, nach 1597) hervor: Zwar sind nur wenige Werke von ihm bekannt, doch wurden dieselben von den Zeitgenossen als Meisterwerke betrachtet, insbesondere die Orgel in der Schloßkirche zu Gröningen bei Halberstadt, zu deren feierlicher „Orgelprobe“ (1596) 53 Organisten aus ganz Deutschland beigezogen wurden. Erhaltene Dispositionen dieser Orgeln zeigen, daß schon gegen Ende des 16. Jahrhunderts wesentliche Elemente des barocken deutschen Orgelklangideals verwirklicht waren und daß die Meister der Familie B. zu dessen Bahnbrechern zu zählen sind.

  • Werke

    v. Hans B.: Hauptorgel d. alten Marienkirche zu Halle (1514–17);
    große u. kleine Orgel d. Stadtkirche zu Delitzsch (1520), Ägidienkirche zu Oschatz (1555/56);
    v. Esajas B.; Löbejün b. Halle (1564), Moritzkirche Halle (1569), Ulrichskirche Halle (1573), Stadtkirche Bitterfeld (1579/80), Dom Naumburg (um 1580), Marienkirche Halle (1584–1587, Fertigstellung durch Tod verhindert); v. David B.: Marienkirche Halle (1587/88, Fortführung u. Vollendung nach Esajas' Tod, Disposition b. M. Prätorius, Syntagma musicum II, Neuausg. S. 177), St. Martini in Halberstadt (um 1590, Disposition b. M. Prätorius, ebenda, S. 181 ff.), Schloßkirche Groningen (1592–96, Disposition b. M. Prätorius, ebenda, S. 188 f.).

  • Literatur

    J. Pertucchius, Chronicon Portense … Libri II, Leipzig 1612;
    M. Prätorius, Syntagma musicum II: De organographia, Wolfenbüttel 1615, Faks. hrsg. W. Gurlitt, 1929;
    J. G. Olearius, Halygraphia Topo-Chronologica …, Leipzig 1667;

    A. Werckmeister, Organum Gruningense redivivum, Quedlinburg 1705;
    J. G. Walther, Musical. Lex. …, Leipzig 1732;
    Riemann; A. Werner, Zur Musikgesch. v. Delitzsch, in: Archiv f. Musikwiss., Jg. 1, 1918/19;
    W. Serauky, Musikgesch. d. Stadt Halle I, 1935, II, 1942, in: Btrr. z. Musik-F, hrsg. v. Max Schneider (W, L)

  • Autor/in

    Georg Reichert
  • Empfohlene Zitierweise

    Reichert, Georg, "Beck" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 695 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13977002X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA