Lebensdaten
1821 bis 1902
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Pera (Konstantinopel)
Beruf/Funktion
Eisenbahningenieur
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 13923473X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Pressel, Wilhelm

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Zitierweise

Pressel, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13923473X.html [14.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V N. N., Bäckermeister;
    M N. N.;
    Elise Veronika Oechlin;
    4 K, u. a. Konrad (s. 2).

  • Leben

    Nach einer Lehre als Steinmetz und längerer Wanderschaft in England und Frankreich unterrichtete P. ohne formale Ausbildung seit 1841 als Dozent am Polytechnikum Stuttgart die Fächer Mathematik und darstellende Geometrie. Unter dem Einfluß des württ. Baudirektors Carl v. Etzel (1812–65) wandte er sich dem Bau von Eisenbahnstrecken zu und sammelte erste praktische Erfahrungen beim Bau der schwierigen Strecke Geislingen-Ulm (1844–50). Anschließend arbeitete er 1853-58 bei der Schweizer Zentralbahn, für die er v. a. den 2,7 km langen Hauensteintunnel bei Basel ausführte. 1862 folgte er Etzel zur österr. Südbahn-Gesellschaft und baute die Brennerbahn von Innsbruck nach Bozen; seit 1865 war er Direktor der Gesellschaft. 1869 ging P. in die Türkei als technischer Leiter der europ.-türk. Eisenbahnen von Bosnien bis Konstantinopel. Danach war er 30 Jahre lang fast ausschließlich mit der Projektierung der anatol. und türk. Bahnen beschäftigt. 1872 wurde P. vom Sultan zum Generaldirektor der ottoman. Eisenbahnen berufen. Er entwarf 1873 ein 6 800 km langes anatol. Eisenbahnnetz und wurde so zum Urheber der 1903-40 gebauten Bagdadbahn. Die Verwirklichung seiner umfassenden Pläne konnte P. gegen den Widerstand aus politischen und Finanzkreisen nicht durchsetzen.

  • Werke

    Der Bau d. Hauensteintunnels auf d. Schweizer. Centralbahn, 1860 (mit J. Kaufmann);
    zahlr. kleinere Veröff. zu Eisenbahnfragen.

  • Literatur

    F. Kreuter, W. P. u. s. Bedeutung f. d. Eisenbahn-Technik, 1902 (P);
    Matschoss, Technik, 1925, Neudr. 1985, S. 210 f.;
    H. Rukwied, W. P., Ein vergessener Schwabe, ein genialer Ing., ein halber Türke, in: Verkehrstechn. Woche 19, 1935, S. 683-87;
    Franke/Kleinschroth, Kurzbiogrr. Hydraulik u. Wasserbau, 1991, S. 184 f. (L, P);
    BJ VII, 1905 (W, L);
    ÖBL. |

  • Nachlaß

    Nachlaß: Dt. Mus., München.

  • Autor/in

    Wilhelm Füßl
  • Empfohlene Zitierweise

    Füßl, Wilhelm, "Pressel, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 702 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13923473X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA