Lebensdaten
1873 bis 1946
Geburtsort
Halberstadt
Sterbeort
Linz/Donau
Beruf/Funktion
lutherischer Theologe
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 137863594 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Heinzelmann, Siegfried Ernst Johannes
  • Heinzelmann, Johannes
  • Heinzelmann, Siegfried Ernst Johannes

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Zitierweise

Heinzelmann, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137863594.html [18.04.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Wilhelm (1840–1905), D. Dr., Schulmann u. Historiker, Sekr. d. Ak. gemeinnütziger Wiss. in Erfurt (s. BJ X, Tl. 1905);
    M Anna (1847–75), T d. Pfarrers Zimmermann; Vorfahre Johannes (1628–87), Sup. u. Schulinsp. in Salzwedel;
    - Villach 1900 Frieder. Dorothea (1878–1962), T d. Pfarrers Lic. Dr. Julius Kolatschek (1829–1900) u. d. Auguste Hubmer (Ur-E d. „Raxkönigs“ Gg. Huebmer, 1755–1833, Schwemmeister, s. ÖBL);
    1 S, 2 T, u. a. Fritz ( 1954), Sup. in Baden b. Wien.

  • Leben

    Dem Gymnasium in Erfurt verdankte H. die gründliche humanistische Bildung. Er studierte 1892-96 Theologie und Philosophie in Tübingen, Halle, Berlin und empfing bestimmende Eindrücke von Martin Kahler, Harnack und Treitschke. Nach 2jähriger Hauslehrertätigkeit wurde er 1899 Vikar in Görz, 1900 in Villach, 1902-46 hier Pfarrer, 1928 Superintendent der Wiener lutherischen Diözese, die damals zwei Drittel der österreichischen Kirche, Niederösterreich, Kärnten, Steiermark und Wien, umfaßte. 1934 zum Vertrauensmann der Superintendenten gewählt, übte er die Funktion eines „Notbischofs“, eines geistlichen Leiters der Gesamtkirche, neben dem juristischen Präsidenten des staatlichen Oberkirchenrates aus. Er verteidigte geschickt die Kirche ebenso gegen die Bedrohungen der Gleichberechtigung und Unabhängigkeit durch den „Christlichen Ständestaat“ wie gegen die Gefahr innerer Überfremdung durch den illegalen Nationalsozialismus. Seine Hirtenbriefe sind die wichtigsten kirchlichen Dokumente eines lutherischen Geistlichen aus der Dollfuß- und Schuschnigg-Zeit. 1938 trat er von der geistlichen Leitung der Gesamtkirche zurück, blieb aber Superintendent. Er protestierte gegen nationalsozialistische Übergriffe und gegen die Judenverfolgungen. Als Prediger und Vortragender, als kirchlicher Führer und Seelsorger prägte er nachhaltig die evangelische Kirche Österreichs. Beachtlich ist seine religiöse Lyrik.|

  • Auszeichnungen

    D. theol. (Halle 1936).

  • Werke

    Rückblick auf m. Leben, in: Die ev. Diaspora, 1941, H. 1 u. 2;
    Gedichte u. Aufsätze in: Die Christl. Welt;
    Aufsätze u. Predigten in: Der Säemann.

  • Literatur

    Die ev. Kirche in Österreich, hrsg. v. G. May, 1962 (P);
    ÖBL.

  • Autor/in

    Gerhard May
  • Empfohlene Zitierweise

    May, Gerhard, "Heinzelmann, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 451 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137863594.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA