Kampen, Heinrich von
- Lebensdaten
- erwähnt 1502, gestorben 1524
- Geburtsort
- in der niederländischen Provinz Oberijsel
- Sterbeort
- Lübeck
- Beruf/Funktion
- Glockengießer
- Konfession
- katholisch
- Normdaten
- GND: 137712111 | OGND | VIAF: 81860466
- Namensvarianten
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- Kampen, Henrik van
- Kampe, Henrik
- Campen, Henrik van
- Campen, Heinrich von
- Kampe, Henrik van
- Kampe, Heinrich von
- Heinrich von Kampen
- Kampen, Heinrich von
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- Kampe, Henrik
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- Heinrich von Kampen
- Campe, Henrik
- Campe, Henrik van
- Campe, Heinrich von
- Heinrich von Campen
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Kampen, Heinrich von
Glockengießer, * in der niederländischen Provinz Oberijsel, † vermutlich 1524 Lübeck.
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Genealogie
Die Auffassung, daß K. z. Fam. d. Gerhart Wou van Kampen gehörte, läßt sich letztlich ebenso wenig beweisen wie Th. Hachs These v. d. familiären Unabhängigkeit d. beiden Glockengießer, - ⚭ Dorothea N. N. († 1564);
S. -
Biographie
Gerhart Wou ist wohl K.s Lehrmeister gewesen, da K. 1502 beim Guß der großen Glocke für den Dom von Braunschweig unter der Zahl seiner Gehilfen genannt wird. Neben seiner ersten eigenständigen Tätigkeit als Glockengießer in Braunschweig 1506 (6 Glocken für den Dom) ist K. als Geschützgießer für die Herzöge von Mecklenburg in Gadebusch zwischen 1507 und 1517 nachweisbar. Seit 1512 belegt ein Hauskauf in der Lübecker Burgstraße, daß er sich dort niedergelassen hat. Aufgrund einer Erbschaft, die K.s Frau Dorothea in diesem Haus angetreten hat, nimmt man für dieses Jahr seinen Tod an. – K. war vor allem in Lübeck und im westlichen Mecklenburg, daneben auch in einzelnen Orten im Lüneburgischen und in der Mark als Gießer zahlreicher Glocken tätig. Seine scharf und gut gegossenen Glocken sind mit reichem Schmuck versehen. Zu den am reichsten verzierten gehört die Sonntagsglocke der Marienkirche zu Lübeck. Der Stil der Maria mit Kind auf dieser Glocke schließt sich an die lübeck. Holzschnitzkunst aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhundert an.
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Werke
Weitere W Glocke im Schloßturm v. Schwerin, 1508;
f. d. Marienkirche zu Lübeck: f-Glocke d. Glockenspiels im Dachreiter, 1508, Viertelschlagsglocke im Dachreiter, 1509, große Stundenglocke, c-, d-, es-, g-Glocken d. Glockenspiels, zw. 1508 u. 1510;
- Johannisglocke d. Marienkirche, Uelzen, 1511;
2 Glocken f. d. St. Martinikirche, Halberstadt, 1511;
Stundenglocke f. d. St. Johanniskirche, Lüneburg, 1513;
1 Glocke f. Schwerin, 1513;
2 Glokken f. d. Dom in Halberstadt, 1514;
Moritzglokke f. St. Nikolai, Lüneburg, 1518 (1832 verkauft). -
Literatur
ADB 15;
H. Wilhelm u. H. Mithoff, Ma. Künstler u. Werkmst. Niedersachsens, 1866;
Th. Hach, Rep. f. Kunstwiss. IV, 1881, S. 405 ff.;
ders., Lübecker Glockenkde., 1913;
H. Otte, Glokkenkde., ²1884;
K. Walter, Die Glockenkde., 1913;
F. Wolf, Die Glocken d. Prov. Brandenburg u.|ihre Gießer, 1920 (Abb. v. Siegel u. Meisterzeichen);
G. Dehio, Hdb. d. dt. Kunstdenkmäler II, ³1926, V, ²1928;
ThB. -
Autor/in
Brigitte Lohkamp -
Zitierweise
Lohkamp, Brigitte, "Kampen, Heinrich von" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 89 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137712111.html#ndbcontent